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Wie begegne ich dem Zeitgeist?

Bezirksapostel Friedrich Bischoff bemerkte 1987: "Die ganze Welt ist in einem Zustand der Veränderung. Man macht es sich etwas leicht, wenn man angesichts dieser Tatsache von einem Zeitgeist spricht und meint, dass hier eine Art Urkraft am Werke sei, der man nichts entgegensetzen könnte und der man ausgeliefert wäre. Eine solche Einstellung schwächt den Einsatz eigener Kraft, wenn es gilt, üblen Entwicklungen entgegenzutreten und Schaden zu verhindern. Es ist zu erkennen, dass Kräfte sich sammeln, Ziele setzen und mit Gewalt an ihrer Verwirklichung schaffen, die dem Bösen Vorschub leisten." - Das hat an Aktualität nichts verloren. Es ruft uns auf, uns nicht dem herrschenden Zeitgeist - Materialismus, Egoismus, Atheismus - hinzugeben, sondern zu widerstehen.

Der Zeitgeist behauptet, Anwalt der Freiheit des Einzelnen und der Gesellschaft zu sein. Dies wirkt in alle Lebensbereiche hinein: in persönliche Lebensführung, Moral, Mode, Musik, den allgemeinen Geschmack. Doch sieht man genauer hin, stellt sich die Freiheit, die der Zeitgeist fordert und verspricht, oft als das Verfallensein an einen herrschenden Trend heraus.

Die wahre Freiheit kommt nicht aus dem Zeitgeist, sondern aus dem Heiligen Geist, denn wo "der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit" (vgl. 2. Korinther 3,17). Die von Gott in Jesus Christus geschenkte wahre Freiheit wird seinen Kindern zuteil, die sich eindeutig zu ihm und seiner Verheißung bekennen. Das Bekenntnis zum dreieinigen Gott ist Bindung an den Herrn und Absage an den Zeitgeist. Diese Freiheit bleibt erhalten, wenn wir uns in unserem Glauben und Handeln vom Willen Gottes leiten lassen. Das zeitgemäße Wort im Gottesdienst gibt Orientierung und Entscheidungshilfe. Es lässt uns eine Standortbestimmung vornehmen und das Materielle nicht überbewerten. Wir verstehen dann auch, dass es niemals in der Lage ist, unserer Existenz Sinn und Bedeutung zu geben.

Wer das zeitgemäße Wort Gottes annimmt und den Heiligen Geist, der in uns wirken will, nicht dämpft, kann die Verführungen des Materialismus und Egoismus überwinden. Dann stellen wir nicht mehr die eigenen Interessen und Wünsche in den Mittelpunkt, sondern verzichten auf manches, bringen Opfer und setzen uns für andere Menschen ein. Vor allem aber erkennen wir: Alles Zeitliche und Materielle ist vergänglich. Deshalb richten wir unser Leben nicht nach Tagesforderungen des Zeitgeists, sondern nach dem Evangelium aus, das uns eine herrliche Zukunft beim Herrn verheißt.

Auszug aus "Unsere Familie" Spezial: Lehre und Erkenntnis, Zusammenfassung V, S. 28
Veröffentlichung im Internet mit Genehmigung der Verlag Friedrich Bischoff GmbH

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