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Nächstenliebe

Die Liebe zum Nächsten ist Triebfeder, um Barmherzigkeit zu üben. Das gilt sowohl für das irdische Leben des Mitmenschen wie auch im Hinblick auf das Heil seiner Seele. Das Gebot der Nächstenliebe ruft uns dazu auf, Gutes zu tun an Nachbarn, Freunden, Bekannten, Gegnern und sogar Feinden, wenn sie unserer Barmherzigkeit bedürfen.

Dass praktische Nächstenliebe für den Sohn Gottes eine hohe Bedeutung hat, geht aus der Schilderung Matthäus 25,34-40 hervor. Hier werden Menschen belohnt, die dem Hungernden zu essen und dem Durstenden zu trinken geben, die den Fremdling aufnehmen und den Nackten kleiden. Wird so konkrete Hilfe geleistet, sind es Wohltaten, die der Herr bewertet, als seien sie ihm getan worden. Werden diese guten Werke verweigert, sieht er die Unterlassung als eine Weigerung an, ihm selbst Gutes zu tun (vgl. auch Jakobus 4,17).

Darüber hinaus ist uns geboten, Verirrte und suchende Seelen auf Gottes Werk hinzuweisen, wo ihnen Heil der Seele werden kann. Das ist Liebe "mit der Tat und mit der Wahrheit" (1. Johannes 3,18).

Nächstenliebe bedeutet nicht völlige Selbstaufgabe; im Gegenteil, es ist dem Menschen sogar geboten, ein gewisses, gesundes Maß an Eigenliebe zu haben. Rücksichtnahme auf die Mitmenschen und Respektieren ihrer Persönlichkeit setzen übersteigerter Eigenliebe klare Grenzen.

Praktizierte Nächstenliebe in jeglicher Form verdient hohen Respekt. Je mehr sie angewandt wird, desto mehr Not wird gelindert. Würde überall aus der Liebe zum Nächsten gehandelt, fänden Hass und Neid keinen Entfaltungsspielraum. Die Lehre Jesu aber zeigt auf, dass Nächstenliebe erst dann zum ewigen Leben führt, wenn sie ihre Grundlage in der Liebe zu Gott hat. Gelebte Gottesliebe verleiht der Nächstenliebe besondere Tiefe - gelebte Nächstenliebe im Sinn des Evangeliums kommt als Frucht aus der Liebe zu Gott hervor.

Auszug aus "Unsere Familie" Spezial: Lehre und Erkenntnis, Zusammenfassung V, S. 63
Veröffentlichung im Internet mit Genehmigung der Verlag Friedrich Bischoff GmbH

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