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Erlösung

Der in Sünde gefangene Mensch ist unfrei. Erlösung aus diesem Zustand der Gottferne und des Verlorenseins kann nur durch Gott geschehen - niemand kann sich aus eigener Kraft aus der Verstrickung in Schuld und Sünde befreien.

Der Gedanke, dass der Mensch aus sich heraus zur Erlösung gelangen könne, wird in einigen Erlösungsreligionen wie etwa im Hinduismus, Buddhismus sowie in esoterischen Kreisen vertreten. Dies widerspricht fundamental den Aussagen der Heiligen Schrift.

Apostel Paulus macht in seinem Brief an die Römer deutlich, dass selbst die zum erwählten Volk des Alten Bundes zählenden Gläubigen, die sich ihres besonderen Verhältnisses zu Gott rühmen, von sich aus unfähig sind zum Guten. Für alle Menschen gilt: "Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer... Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. ... Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus, Jesus geschehen ist" (vgl. Römer 3, 10-24).

Auf die - im Grunde rhetorische - Frage: "Was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?" (Matthäus 16, 26), gibt es nur eine Antwort: Nichts!

Die Möglichkeit, ein neues Leben in Gott zu führen und aus dem Machtbereich der Sünde heraustreten zu können, eröffnet sich grundlegend erst mit dem Opfer Jesu Christi. Mit der Hingabe seines sündlosen Lebens am Kreuz schuf Christus eine für alle Zeiten gültige Erlösung.

Das Apostelamt, das die Versöhnung predigt, macht die durch Christus geschaffene Erlösung in der Vergebung der Sünden und den Sakramenten zugänglich.

Durch die Heilige Wassertaufe kommt der Mensch in den Genuss der sühnenden und rettenden Wirkung des Opfertodes Christi; mit ihr öffnet Gott dem einzelnen Menschen den Weg zur völligen Erlösung.

Bei der Heiligen Versiegelung wird der Heilige Geist als Siegel der Gotteskindschaft empfangen; er ist das Unterpfand zur zukünftigen Erlösung.

Damit der Wiedergeborene fortwährende Erlösung erfährt, sind Sündenvergebung und stete Gemeinschaft mit Christus im Sakrament des Heiligen Abendmahles erforderlich.

Am Tag des Herrn wird denen, die in Gnaden angenommen werden, völlige und endgültige Erlösung zuteil.

Während des Friedensreichs, in dem Satan für tausend Jahre gebunden ist (vgl. Offenbarung 20,1-3), wird allen Menschen die frohe Botschaft von Heil und Erlösung verkündigt. Wenn nach dem Endgericht der Tod vernichtet und Gott alles in allem sein wird, (vgl. 1. Korinther 15,26-28), dann ist der durch Christus am Kreuz erworbene Sieg zur Vollendung gelangt.

Auszug aus "Unsere Familie" Spezial: Lehre und Erkenntnis, Zusammenfassung V, S. 41-46
Veröffentlichung im Internet mit Genehmigung der Verlag Friedrich Bischoff GmbH

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