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Konfirmationsgottesdienst in Fallersleben

(24.04.2016) Wolfsburg-Fallersleben. Am Sonntagmorgen hatte sich eine große, freudig gestimmte Festgemeinde in unserer Kirche in Fallersleben zum Konfirmationsgottesdienst versammelt. Im Mittelpunkt standen die vier jungen neuapostolischen Christen, die den Segen zu ihrer Konfirmation empfangen sollten: Lisa Marie, Jona, Lukas und Philipp.

Der Gemeindevorsteher, Evangelist Uwe Müller, wünschte zu Beginn des Gottes­dienstes der Festgemeinde die erlebbare Nähe Gottes. „Wir sind heute aus unter­schiedlichen Lebenssituationen gekommen, wir sind alle verschieden“, so sagte er, „aber wir sind hier zusammengekommen mit den Konfirmanden, weil wir eine Gemein­samkeit haben. Das haben auch die Sänger besungen: Wir haben einen Fels, einen Grund – Jesus Christus. Und Jesus Christus begrüßt uns alle in diesem Gottes­dienst und heißt uns herzlich willkommen. Er macht keine Unterschiede. Das ist etwas sehr Schönes. Wir können immer zu Jesus Christus kommen, dem Fels, dem Grund unseres Lebens.“

„Diesem Konfirmationsgottesdienst liegt ein etwas längeres Bibelwort zugrunde“, so der Vorsteher weiter. „ ‚Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften‘ (Lukas 9, 11). Wenn wir uns das 9. Kapitel des Lukasevangeliums ansehen, dann lesen wir, dass Jesus seine Jünger losschickte und ihnen den Auftrag gab, das Evangelium zu predigen und Kranke zu heilen. Die Jünger kamen zu Jesus zurück und erzählten, was für große Dinge sie getan hatten. Sie haben durch die Kraft des Geistes Dinge voll­bracht, die sie zuvor nicht konnten. Sie haben Kranke geheilt, sie haben vom Reich Gottes gepredigt, und sie waren begeistert. Jesus zog sich mit seinen Jüngern in die Stadt Betsaida zurück. Die Menge merkte das und zog ihm nach. Aus welchem Grund zogen so viele Menschen an diesen Ort? Sie hatten von Jesus und seinen Taten gehört und waren neugierig, sie wollten Jesus sehen. Das wünsche ich euch auch, ihr lieben Konfirmanden: Neugier auf Jesus Christus. Bleibt neugierig und entdeckt in den kommenden Jahren Jesus Christus. Sammelt die Erfahrungen und habt Acht darauf, wie euch Jesus Christus begegnet. Und euch, ihr lieben Eltern und Verwandten, bitte ich, erzählt von den Erfahrungen, die ihr gemacht habt und haltet diese Neugier auf Jesus Christus wach. Sagt in diesem Zusammen­hang nie, ‚Sei nicht so neugierig‘. Wenn wir das Wort weiterlesen, dann ist der Kerngedanke, der auch im Mittelpunkt des heutigen Gottesdienstes steht, die Nachfolge. ‚Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er ließ sie zu sich‘. Jesus nahm sie alle auf. Was ist denn Nachfolge? Nachfolge ist kein Nachlaufen. Nachfolge hat auch etwas mit Vorbildern zu tun. Wir haben Vorbilder, denen wir nacheifern, die wir verteidigen, die wir in unser Leben einschließen. Wir investieren Zeit und Geld, um so zu werden, wie das Vorbild. Nachfolge ist, den anderen anzunehmen, ihn im Fokus zu haben. Habt Jesus Christus als Vorbild, dann habt ihr ihn auch immer im Fokus. Wenn wir Jesus Christus als Vorbild haben, folgen wir ihm und schließen ihn immer mehr ins Herz ein. Dann suchen wir auch seine Nähe. In unserem Wort heißt es weiter: ‚…und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.‘  Was ist das denn für ein Reich? Das Reich Gottes ist schon mitten unter uns. Wir als Gemeinde machen schon das Reich Gottes aus. Das Reich Gottes besteht aus Liebe, aus Frieden aus Vergebung. ‚… und machte gesund, die der Heilung bedurften‘. Zu der damaligen Zeit war es so, dass Jesus die natürlichen Krankheiten geheilt hat. ‚Er machte sie gesund‘, was bedeutet das in der heutigen Zeit? Jesus Christus ist vorbehaltlos für euch da, egal was ihr gemacht habt. Egal, wie krank ihr an der Seele seid, was ihr vielleicht auch gegen den Willen Gottes getan habt. Er ist für euch da und gibt euch das, was ihr dann braucht. Es ist vielleicht nicht immer das, was gut schmeckt oder worauf ihr gerade Lust habt. Aber es ist das, was zur Heilung dient. Das möchte ich euch ans Herz legen: Bleibt neugierig auf Jesus Christus, schließt ihn in euer Herz, hört auf die Gesetze Gottes, sucht immer seine Nähe und bleibt gewiss, er ist für euch immer da.“

Die Konfirmanden traten vor den Altar, während der Chor das Lied „Der Herr ist mein Licht“ sang. Der Vorsteher begrüßte die Konfirmanden am Altar Gottes und erinnerte sie daran, was sie über den Altar Gottes in den Unterrichten gelernt hatten: Der Altar Gottes ist nicht der Holzaltar, es ist eine Stätte, an der der Mensch in der Nähe Gottes ist. Er fuhr fort: „Ihr steht vor Gott, und ihr habt im Rücken die Gemeinde. Habt immer Gott vor Augen und die Gewissheit, eine Gemeinde im Rücken zu haben, die euch trägt.“

Die Musikbeiträge für den Konfirmationsgottesdienst hatten die Konfir­manden sich gewünscht. Das Lied aber, das zum Abschluss des Gottesdienstes erklang, war für sie eine Überraschung. Der Chor sang zunächst die erste Strophe des Liedes „Singt ein Lied von Gott“. Dann setzte die ganze Gemeinde mit der dritten Strophe ein. Freudig und in der Gewissheit, dass Gott da ist, er uns unbegreiflich nah ist, verließ die Festgemeinde den Gottesdienst.

Text: Chr. Lu; Fotos: W. Mü

online seit 03.05.2016
Kategorien: Gemeindeleben

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