Sie befinden sich auf dem Archiv der Website der Neuapostolischen Kirche Mitteldeutschland.
Seit dem 19.6. ist unsere neue Website zu finden unter: http://www.nak-nordost.de

Festgottesdienst mit Bezirksapostel Klingler

(19.04.2015) Fallersleben. Der 19. April 2015 war für die Gemeinde Fallersleben ein ganz besonderer Tag. Bezirksapostel Klingler besuchte sie, um zwei Jugendliche zu konfirmieren, unseren Hirten Lunde in den Ruhestand zu versetzen und einen neuen Vorsteher zu beauftragen.

Der Bezirksapostel diente mit dem Bibelwort "Der Meister ist da und ruft dich" (Johannes 11, 28b), das der Stammapostel in diesem Jahr allen Konfirmanden weltweit als Grußwort schenkte.

Gleich zu Beginn gab der Gemeindechor insbesondere den Konfirmanden eine Empfehlung mit auf den Weg: "Geh mit Gottes Segen und nimm seine Hand. Er kommt dir entgegen, knüpft mit dir ein Band." Darauf bezogen sich auch die ersten Gedanken des Bezirksapostels, in denen er unter­strich, dass es uns als Menschen Schutz und Segen bringt, wenn wir unser Leben in Gottes Hand legen.

Nachdem er knapp den Kontext des Bibelwortes erläutert hatte, betonte Bezirksapostel Klingler, dass jeden von uns ein Ruf Gottes ereilt. Dies geschehe in unterschiedlicher Art und in unterschiedlichen Situationen. Zuerst müsse man erkennen, wer da überhaupt ruft. Jesus ruft alle Menschen, aber manchmal möchten wir gar nicht hören. Selbst als er rief: "Kommt her zu mir alle, ich will euch erquicken", sahen die einen ihn nur als Zimmermannssohn, die anderen werteten ihn ab, weil er aus Nazareth kam. Sie erkannten nicht, dass Jesus ihnen mit dem Gebot "Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst" einen Teil der Last abnehmen wollte, weil sie vor lauter Verstrickungen in Vorschriften das Wirken Gottes gar nicht mehr wahrnehmen konnten.

"Der Meister ist da." Ein Meister ist ein Fachmann, ein Könner auf seinem Gebiet. Wir dürfen aus zweierlei Gründen Christus als Meister bezeichnen. Er lehrt uns im Glauben an den Vater und hat uns meisterlich vorgelebt, wie die Verbindung zum Vater und zum Nächsten sein soll. Man kann dies auch als meisterliches Dienen zusammenfassen.

Wozu ruft der Herr? Wir sind aufgerufen, Jesus eine Stimme und ein Gesicht zu geben und das Evangelium Christi weiterzutragen. Oft haben wir als Menschen Angst und Ausreden, wenn uns der Herr ruft, so wie Mose, der sich zunächst drücken wollte, dann jedoch die Aufgabe übernahm. Der Bezirksapostel riet den Geschwistern, es wie Eli zu halten. Sollten wir wiederholt einen Ruf hören, können wir sicher sein, dass es der Ruf Gottes ist, da der Herr uns braucht. Dann sollten wir antworten: "Herr, hier bin ich.", um Gottes Nähe und Hilfe zu erleben.

Zum Schluss seines Dienens betrachtete der Bezirksapostel noch einen interessanten Aspekt. Jesus rief zunächst die Menschen zu sich, bevor er in ihr Haus ging. Er wartete immer erst ab, ob der Mensch eine Antwort auf seinen Ruf gab. Es ist also unsere Aufgabe, den ersten Schritt in die Gemeinschaft mit Gott zu gehen. Dann aber ist er immer für uns da.

Anschließend diente Hirte Lunde zum letzten Mal seiner Gemeinde. Man spürte die Bewegung in seinem Herzen und in der Gemeinde, als er seinen Dank den Geschwistern, seiner Frau, aber insbesondere Gott für die Jahre entgegenbrachte, in denen er als Vorsteher in Gifhorn und Fallersleben tätig sein durfte.

Zur Ruhesetzung sprach ihm der Bezirksapostel später ein schönes Zeugnis aus. Über 30 Jahre war er als Amtsträger tätig, nicht jeder Auftrag fiel ihm leicht. Dennoch nahm er jede Aufgabe an. Man könne – so Bezirks­apostel Klingler – im Psalm 33 an vielen Stellen, an denen der Gläubige beschrieben wird, den Namen des Hirten einsetzen, um nach­zuvollziehen, wie wichtig es dem Vorsteher war, Gottes Wort wahrhaftig zu verkünden.

Der Kinderchor bereitete gemeinsam mit dem Gemeindechor die Ansprache zur Konfirmation vor, indem sie das Glaubensbekenntnis bekräftigten: "Ich glaube an den Vater, [...] an Jesus Christus  [und] an den Geist, den man im Herzen spürt..." (Chorbuch 181). Anschließend wandte sich der Bezirksapostel an die Konfirmanden. Der heutige Tag sei ein Tag des Bekenntnisses, auf den sie sich lange vorbereitet haben. Gott werde sie immer an und in seiner Hand halten. Umgekehrt mögen sie diese Hand der Liebe auch immer wieder suchen. Er rief beide Konfirmanden auf, bei Fragen, Sorgen und auch in den Problemen des Alltags immer einen Lösungsweg zu suchen, auf dem Gott sie begleitet. So gibt Gott eine Perspektive.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Abendmahl für die Entschlafenen folgte die schon angesprochene Ruhesetzung des Hirten. Aber die Gemeinde sollte nicht ohne Vorsteher bleiben, und so wurde Priester Uwe Müller zum Evangelisten ordiniert und als Gemeindevorsteher für die Gemeinde Fallersleben beauftragt. Der Bezirks­apostel überreichte dem Evangelisten im übertragenen Sinn ein Amtsschild. So wie im Alten Bund dieses Zeichen auf der Kleidung alle Stämme Israels zeigte, schrieb der Bezirksapostel dem Vorsteher alle Namen der Geschwister ins Herz, sodass er keine Unterschiede machen möge.

Damit ging ein segensreicher Gottesdienst zu Ende, der für die Gemeinde ganz sicher als ein Impuls für die kommende Zeit nachwirken wird.

                                                                                                    Text: O. F.; Fotos: W. M., J.H. 

Ruhesetzung Hirte Lunde

Ordination Evangelist Uwe Müller

Die Konfirmanden David Meyer und Selina Müller mit unserem Bezirksapostel

online seit 25.04.2015
Kategorien: Regionale Höhepunkte, Startseite, Regionale Meldungen

Weiterempfehlen

 
in nacworld