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Andachten zum Passionsgeschehen

(21.04.2011) Wietze. Unter dem Thema „Musik und Worte zur Passion“ gestalteten ein Projektchor unter der Leitung von Diakon Daniel Kunert gemeinsam mit Sprecher Diakon Andreas Heidemann zwei Andachten.

Bei der ersten Andacht am Gründonnerstag in der Kirche Wietze stand das Thema „Abendmahl“ im Mittelpunkt. Sechs moderne Kirchenlieder, dynamisch und gut artikuliert vorgetragen, ergänzten in lebendiger Weise den in zwei Teilen vorgetragenen Text.

Andreas HeidemannIm ersten Teil vermittelte Andreas Heidemann das historische Geschehen des Gründonnerstags. Bei seinen Ausführungen über das Abendmahl, das Jesu mit seinen Jüngern feierte, über den Verrat durch Judas sowie über die Verleugnung des Petrus orientierte es sich nah am Bibeltext. Immer wieder brachte er einen Transfer in die heutige Zeit oder sprach unsere Gefühlsebene an. So fragte er z.B.: „Haben wir eine Vorstellung davon, wie sich dieser Blick ‚angefühlt‘ haben muss, als Jesus Petrus anschaute, nachdem der Hahn dreimal gekräht hatte?“ Andreas Heidemann übertrug die Situation des Petrus auf die heutige Zeit mit der Aussage: „…Wie oft hätten wir Jesus bekennen können und haben es nicht getan…“.

Als Höhepunkt wurde die Großartigkeit des Abendmahlsgeschehens dargestellt: Es gab keine Empörung, keine „Pauschalverurteilung“, kein emotionales Entgleisen, - nein, Jesus Christus hat Brot und Wein mit seinen Jüngern geteilt. Be- oder Verurteilen wir noch? Dann haben wir den Sinn des Heiligen Abendmahls noch nicht ganz verstanden. ER feiert es mit allen, die an ihn glauben, mit seinen Jüngern, mit dir und mit mir.

Der ProjektchorAn dieser Stelle spannte Andreas Heidemann einen Bogen zu dem zu Beginn gesungenen Lied „Wenn das Brot, das wir teilen…dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er in unserer Welt, dann schauen wir heutschon sein Angesicht in der Liebe, die ALLES umfängt.“
„Komm, sag es allen weiter“, „Vater unser im Himmel“, „Jesus nahm das Brot“. Diese Lieder verdeutlichten die Großartigkeit des Abendmahlsgeschehens und motivierten, aktiv zu werden.

Im zweiten Teil der Andacht stand die zentrale Frage, warum wir Abendmahl feiern. Die Zusage „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ und die Aussage „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ zeugen davon, dass Jesus nicht nur seinen Namen hinterlassen wollte, sondern seine Gegenwart! – ganz formlos, unabhängig von Institutionen oder Organisationen.
Das Abendmahl als zentrale Feier betrifft nicht nur unsere Nähe zu Jesus Christus, sondern auch unsere Nähe zum Nächsten.

Es folgte noch einmal der Liedvortrag vom Anfang der Stunde: „Wenn das Brot, das wir teilen“. Mit den letzten Zeilen „dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er in unserer Welt, dann schauen wir heutschon sein Angesicht in der Liebe, die ALLES umfängt!“ schloss sich der Kreis. Der Kanon „Der Herr denkt an uns“ beendete den Abend.

Abendmahlstisch

Bei der anschließenden „Abendvesper“ mit Brot und Wein gab es viel positive Resonanz. 45 Zuhörer hatten einen dankbar stimmenden Abend und schöne, gut vorgetragene Musik erlebt. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die gute Akustik der Kirche in Wietze und die freudige Ausstrahlung der Vortragenden.

Herzlichen Dank dafür.


E. u. K. Q.

online seit 14.05.2011
Kategorien: Musikalische Aktivitäten

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