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Bezirksfest zum 150. Geburtstag der NAK

(02.06.2013) Weimar. Mit einem Festgottesdienst am Vormittag und einem vielgestaltigen Nachmittagsprogramm feierte der Kirchenbezirk Erfurt am Sonntag, 2. Juni 2013 in Weimar das 150-jährige Bestehen unserer Kirche.

Bereits von den alten Ägyptern sind uns jährlich wiederholte Geburtstagsfeiern bekannt (vgl. 1. Mose 40,20). Dabei wurden bei Jubiläen besonders große Anstrengungen unternommen. In diesem Jahr konnte unsere Kirche am 27. Januar auf 150 Jahre Kirchengeschichte zurückblicken. Ein willkommener Anlass, etwas Besonderes zur Glaubensstärkung zu unternehmen. So entwickelte unser Bezirksältester Wolfgang Schnur den Gedanken, ein Fest zu feiern.

Vor Monaten reiften die Ideen, begleitet von vielen Gebeten, zu einer festen Vorstellung: am 2. Juni 2013 findet in Weimar ein Bezirksfest des Kirchenbezirkes Erfurt statt. Auf Anfrage durch unseren Bezirksältesten stellte sich die Weimarer Planungsgruppe der Herausforderung, die Organisation zu übernehmen. Nachdem die Vorsteher zugestimmt hatten und bereit waren, ihren Beitrag zum Gelingen zu leisten, und auch Apostel Wosnitzka seine Teilnahme zugesagt hatte, war der Weg für eine überregionale Begegnung frei. Insgesamt waren einschließlich dem Organisations-Team über 100 Personen vor, während und nach dem Fest für die Organisation, Betreuung sowie technische Durchführung tätig. Besonders sollen einmal dankend alle die Mitstreiter erwähnt sein, die im Vorfeld und den ganzen Sonntag tätig waren und dadurch von der eigentlichen Feier nur wenig erleben konnten.

Nahezu 700 Geschwister und Gäste erlebten am Vormittag des 2. Juni in der Weimarhalle einen Festgottesdienst mit unserem Apostel und am Nachmittag ein überaus sehens- und hörenswertes Programm, in dem fast jede Gemeinde mit Beiträgen vertreten war. Der Tag war vorzüglich organisiert: Instrumententransporte, technische Einrichtung der Bühne, Soundchecks, Garderobe, Verpflegung, Parkmöglichkeiten, Blumenschmuck…

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort Psalm 118,24 zugrunde:

„Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“

Vor der Predigt, an Stelle einer Bibellesung, wurde vom Bezirksältesten W. Schnur eine eigens für das Bezirksfest erstellte Kurzchronik des Kirchenbezirkes vorgelesen. Der Apostel verstand es, Gottes Nähe zu vermitteln, seine Ruhe und Kraft spürbar werden zu lassen. Besonders gedachte der Apostel der Hochwassergefährdeten und -geschädigten. Einige Geschwister konnten wegen des Hochwassers nicht anreisen.

Der 118. Psalm zählt zu den Lob- und Dankliedern und wurde in Israel an hohen Festtagen vorgetragen (Passahfest). Es ist nicht schwer, bei einem Sieg mit Freuden Dank zu formulieren. Aber was geschieht bei einer Niederlage, bei schwerem Erleben? Ist das dann immer noch „der Tag, den der Herr macht“? Ja, eindeutig ja. Denn gerade in solchen Situationen ist der Herr besonders nahe, er stärkt, er richtet auf, er schenkt Mut, er führt weiter…

Ein rührender Moment war die Spendung der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versieglung. Durch die Projektion der Handlung auf eine übergroße Leinwand und sehr gute Kameraführung entstand ein Gefühl des Mittendrin-Seins mit einem beeindruckenden Bild einer glücklichen Mutter und eines zufriedenen Kindes.

Die musikalischen Beiträge Gemeindegesang, Kinderchor-Gesang und die ausgewogenen Solovorträge von Claudia Zohm (Gesang) und Daniel Fricke (Gesang/Oboe) waren wohltuend.

Auf die Minute genau um 12.00 Uhr verkündete der Apostel den pünktlichen Abschluss des Gottesdienstes.

Die Zeit bis zur Nachmittagsveranstaltung wurde eifrig für Gespräche, die Einnahme des traditionellen Thüringer Grillguts, für Kinderbeschäftigungen, Hüpfburg, Studieren der hervorragend angefertigten Tafeln mit Gemeindedaten der 11 Gemeinden des Bezirkes und Vorbereitungen der künstlerischen Programmpunkte der Nachmittagsveranstaltung genutzt. Das Saxophonensemble „Geschwister Taktlos“ und die Band „Good Old News“ machten dazu stimmungsvolle Musik. Der angesagte Regen nahm glücklicherweise eine Auszeit und setzte erst am Abend ein, als alles vorbei war!

Um 15.00 Uhr begann ein unterhaltsames, nie langweiliges Programm mit teilweise hochkünstlerischen Beiträgen: Eine Reise durch den Bezirk mit Beiträgen aus 50 Jahren. Die musikalische Bandbreite hatte die Jubiläumsspanne von ca. 150 Jahren. Von historischem neuapostolischen Liedgut bis zur Moderne, von besinnlich bis virtuos und witzig – für jeden dürfte etwas dabei gewesen sein.

Der Moderator, Priester Jan Weyh, fesch geschmückt mit einer von Kinderhand gebastelten roten Blume, lief zur Hochform auf! Seine Kommentare, witzigen Sprüche und gekonnten Überleitungen trafen den Punkt.

Den Auftakt machte der offizielle Film der NAK zum 150. Kirchenjubiläum. Ebenso beeindruckend war ein filmischer Bezirksrückblick, den der Gemeindedirigent, Priester Ingo Geppert, zusammengestellt hatte.

Mit hervorragenden musikalischen Beiträgen stellte sich der musikalische Nachwuchs vor: Felix Beck, Klavier/Oboe, Lukas Freund, Viola, und Raphael Zinner, Cello, der erst kürzlich aus dem renommierten „Jugend musiziert“-Bundeswettbewerb mit einem 1. Preis zurückgekehrt ist.

Großen Spaß vermittelte der Weimarer Männerchor mit einer Kurzfassung der Wilhelm-Tell-Ouvertüre von Rossini auf Singsilben gesungen und Beethovens „Ode an die Freude“ als Kamm(er)konzert auf Kämmen dargeboten. Bei dieser Gelegenheit erhielt der ehemalige Bezirks- und Gemeindedirigent, Priester i.R. Hartmut Geppert einen 86 cm langen Riesenkamm in Anerkennung seiner musikalischen Aktivitäten.

Der Erfurter Gemeindechor mit einem nostalgischen Lied und der Bezirkskinderchor unter Dayna Beck bereicherten das Programm ebenso wie die Panflöte, das Bierflaschen-Blasorchester-Quiz aus Gispersleben, die Interviews mit dem Apostel, Bezirksältesten und Bezirksevangelisten, der gemeinsame Kanon-Gesang und schließlich die Vorstellung des Bezirkschores unter der neuen Leitung von Claudia Zohm, die mit der virtuosen Arie des Urban aus „Die Hugenotten“ von G. Meyerbeer einen beeindruckenden Einstand gab.

Alles in allem: Das war ein Tag wie kein anderer, denn diesen Tag hat der Herr gemacht.

H.G.

 

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