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Apostelbesuch mit Überraschungen

(05.11.2014) Vechelde. Schon lange hatte sich Apostel Burchard für einen Besuch in der Gemeinde Vechelde angemeldet. Er wurde freudig erwartet. Anspielend auf den Umstand, dass der Apostel bisher immer „Arbeit“ in Vechelde hatte, sagte der Vorsteher im Gottesdienst zuvor: „Mal sehen, welches Geschenk der Apostel dieses Mal mitbringt.“

Nun war die Spannung groß, zumal der Bezirksapostel im Juni drei Seelen, zwei Kinder und einen Erwachsenen, versiegelt hatte. Es wurden dann am 5. November gleich zwei Geschenke! Doch der Reihe nach: Kurz vor Beginn des Gottesdienstes meldete der Diakon, dass sich ein Gast versiegeln lassen wolle. Was jetzt tun? Der Apostel entschied sich nach Rücksprache mit dem Vorsteher, die Handlung entgegen dem üblichen Vorgehen spontan durchzuführen. Am Ende seines Dienens erklärte er der erstaunten Gemeinde, dass heute noch Versiegelung sei. Was für eine Bewegung in der Gemeinde, als dann unser Freund Markus an den Altar trat!

Das zweite Geschenk: Der Gemeinde wurde in Michael K. ein Priester geschenkt! Bei seiner Ordination war die Gemeinde ebenfalls sehr bewegt. Der Apostel gab dem neuen Priester als Aufgabe mit, besonders für die da zu sein, die am Rande stehen sowie freundlich und sensibel mit allen umzugehen.

Apostel Burchard legte seinem Dienen das Bibelwort Epheser 3, 20.21 zugrunde:

„Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

Der Apostel wies zunächst darauf hin, dass Gottes Liebe zu uns unermesslich, unbegreiflich ist. Gott ist der Geber aller guten Gaben. Ihre Fülle können wir manchmal nicht richtig einordnen. Oft sind es vielleicht in unseren Augen nur kleine Dinge, die wir empfangen. Doch hinter allem steht seine Liebe.

König Salomo bat, als Gott ihn einen Wunsch äußern ließ: Gib mir ein weises, gehorsames Herz. Gott schenkte ihm darüber hinaus vieles, worum er gar nicht gebeten hatte.

Jesus sagte einmal: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch alles andere zufallen. Man könnte meinen, man steht da vor der Entscheidung: entweder das Reich Gottes oder alles andere. Nein, die Reihenfolge ist entscheidend. Zuerst das Wichtigste, zuerst der liebe Gott und seine Sache, dann kann uns auch anderes werden.

Der Heilige Geist hat Sprengkraft. Damit können wir in uns und in unserem Leben noch vieles zum Guten im Sinne Jesu Christi verändern. Wir können so über unsere Grenzen hinauswachsen, was das Miteinander angeht.

Wir können auch über unsere Grenzen hinauswachsen, indem wir auf andere im Sinne der Versöhnung einen Schritt zugehen. Diese Schritte, die wir in Richtung eines anderen tun, gehen wir auch auf Gott zu und kommen ihm dabei näher. Es ist oft nur eine Kleinigkeit, die trennt. Wir könnten aus der Großzügigkeit heraus, die uns Gott schenkt, auch souverän sein und das Trennende überwinden. Aber manchmal scheitern wir an Kleinigkeiten. Unsere Aufgabe ist es, uns diese Kleinigkeiten bewusst zu machen und zu überwinden.

Text: W. P., Fotos: T. B.

online seit 11.11.2014
Kategorien: Gemeindeleben

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