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Aufräumen nach dem Hochwasser

(02.07.2013) Schönhausen/Elbe. Große Teile von Schönhausen/Elbe standen ca. 2 Wochen unter Wasser. Auch eine unserer Glaubensschwestern musste vor der Flut fliehen. Beim Aufräumen wurde sie von den Geschwistern aus Tangermünde unterstützt.

Tangermünde liegt unmittelbar an der Elbe, ist jedoch bei Hochwasser durch seine geografische Lage weitestgehend geschützt. Anders in Schönhausen und Jerichow, wo Geschwister der Gemeinde Tangermünde wohnen. Die Orte liegen östlich der Elbe und werden durch einen Deich vor Hochwasser geschützt. Aber in diesem Jahr brach der Deich. Während in Jerichow das Wasser 100 Meter vor dem Grundstück unserer Geschwister vorbeigeleitet wurde, musste unsere Schwester aus Schönhausen in Windeseile den bereits gepackten Koffer nehmen und mit dem Auto ihr Heim Richtung Brandenburg verlassen. Sie weiß heute noch nicht, wie sie zu ihrer Tochter nach Brandenburg gekommen ist. Es war ein Aufbruch für immer. Zwei Wochen stand das Wasser in ihrem Haus 60 cm hoch und machte es unbewohnbar. Das feuchte bis klatschnasse Mobiliar musste aus dem Haus geschafft und was noch brauchbar war aus den Schränken geräumt werden. Ihr Seelsorger rief nach dem Mittwochsgottesdienst zu einer Aufräumaktion auf. Die freiwilligen Helfer verabredeten sich für den darauf folgenden Freitag zum Arbeitseinsatz.

Von 10 - 16 Uhr wurde die schmerzliche Aktion durchgeführt. 50 Jahre lebte unsere Schwester in diesem Haus, ca. 15 Jahre davon mit ihrer Tochter, die ebenfalls vor Ort war. Der Schaden war von der Versicherung noch nicht komplett aufgenommen, sodass nur alles, was sich oberhalb von 60 cm befand, verpackt werden konnte. Es galt, sich nicht nur von den Möbeln und dem Haus zu trennen, sondern auch von zahlreichen Dingen, die jahrzehntelang zum Leben gehörten. Darunter waren viele Fotoalben, Bücher, CD's, viele Dinge, die völlig durchnässt in den Schränken lagen. Liebevolle und konsequente Worte halfen bei der schwierigen Entscheidung, von welchen Stücken sie sich nun trennen muss und was noch genügend Wert hat, aufgehoben zu werden. Kiste um Kiste wurde gefüllt und in die Garage gebracht. Möbel um Möbel wurden zerlegt und hinaus auf die Straße geschleppt.

Zwischendurch wurden die Helfer von Geschwistern, u.a. aus Jerichow, mit Essen und Trinken versorgt.

Gern haben wir unsere Glaubensschwester bei dieser Arbeit unterstützt. Wir wünschen ihr einen schönen Neuanfang in Brandenburg.

Text: k.kra. /Bilder: h.st./k.kra.

online seit 18.07.2013
Kategorien: Gemeindeleben, Startseite, Regionale Meldungen

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