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Weihegottesdienst im Kirchenneubau Steinbach-Hallenberg

(11.05.2014) Steinbach-Hallenberg. Keinen Mangel an Höhepunkten hatte dieser erste Sonntag im neuen Gotteshaus: Feierliche Weihe des Gebäudes, Integration zweier Nachbargemeinden und Ordination des Vorstehers zum Hirten der Gemeinde.

Bezirksapostel Klingler hatte als Bibelwort für den Weihegottesdienst Psalm 26,8 gewählt:

„Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.“

Einleitend ging er auf die mit diesem Tag erfolgte Zusammenführung der Gemeinden Schmalkalden, Viernau und Steinbach-Hallenberg ein. Mit seinem Glückwunsch, diesen Schritt gegangen zu sein, brachte er gleichsam zum Ausdruck, dass jeder in dieser neuen Gemeinde gebraucht wird. Die Vielfalt der Gaben möge zum Wohl aller eingesetzt werden.

Seine weiteren Ausführungen bezogen sich – eingehend auf das Lied der Sänger – auf die Anbetung Gottes. Dem Menschen als Gottes Ebenbild ist es möglich, Gott anzubeten, Gott zu lieben und Gott Opfer zu bringen.

In dem folgenden Gebet weihte der Bezirksapostel das neue Kirchengebäude als Offenbarungsstätte des Heiligen Geistes, als Ort der Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi, als Zufluchtsort der Gläubigen und als Stätte des Heils. Gott möge die Amtsträger heiligen, dieses Haus schützen und dafür sorgen, dass der Altar heilig bleibt.

In bewegender Weise erklang im Anschluss das Lied „Weihegesang“.

Eingehend auf das Bibelwort stellte der Bezirksapostel Davids Herzensstellung heraus, der trotz aller Belastungen und Sorgen immer Worte der Anbetung, des Lobpreises und des Dankes fand. Für ihn war die Anbetungsstätte Gottes Zentrum seines Lebens. Obwohl er selbst den Tempel nicht bauen durfte, traf er alle Vorbereitungen für diesen Bau.
„Warum kommen wir denn?“ – so seine Frage für unseren Besuch des Gotteshauses. Als Antwort führte er hierzu aus, dass die Kirche Lebensmittelpunkt sei, dass sie Halt und Zuversicht in einer Zeit großer Veränderungen gäbe. Es gelte heute, sich den Veränderungen mit allen Notwendigkeiten anzupassen, auch als Kirche. Doch die Sicherheit liege in den Worten des Propheten Maleachi: „Ich, der HERR, wandle mich nicht.“ (Maleachi 3,6).
Dieser Gott hat das Volk Israel durch das Rote Meer geführt, hat es mit Speise versorgt, hat es aus der Gefangenschaft befreit, und er hat seinen Sohn aus Liebe zu den Menschen auf diese Erde gesandt.  

Die Heiligkeit der Anbetungsstätte müsse auch heute gewahrt bleiben. Jesus habe alles getan, um den Tempel von allem zu reinigen, was nicht hinein gehörte. So war auch für Jakob, der Ort, an dem er die Himmelsleiter sah, ein heiliger Ort. Er bezeichnete diese Stelle als Pforte des Himmels. Pforte stehe für eine Trennung zwischen Bereichen. In diesem Gebäude sei der Herrschaftsbereich Gottes, hier könne Heiliges Abendmahl gefeiert werden, hier können Gläubige die Heilige Wassertaufe und den Heiligen Geist empfangen, hier könne auch der Segen zu Bündnissen gesprochen werden. Hier entfaltet Gott sein Wesen zum Heil der Menschen.

Der Kinderchor leitete mit dem Liedvortrag „Die Spur der Hoffnung sehen“ über zu einem Wortbeitrag des Apostels Bimberg.

Dieser ging der Frage nach, die schon in der Kirchengeschichte thematisiert wurde, wie das Verhältnis zwischen Gott und seinem Sohn sei. Nach langen Diskussionen der Forscher kam es zu der Formulierung „Wesensgleich“. Eins-Sein werde durch die Gabe des Heiligen Geistes auch uns ermöglicht. Gott fordere nichts, was wir nicht könnten. Auch beim Volk Israel sei immer wieder einmal Murren aufgetreten. Als sie aber nach Elim kamen, wo 70 Palmen und 12 Wasserbrunnen zu finden waren, gab es kein Murren und Klagen mehr, da habe man einfach nur diesen Ruheplatz genossen. Sein Wunsch für die Gemeinde sei es, dass die Seele im Gottesdienst erquickt und gestärkt werde und dass sie auch den Schatten nach der Hitze des Tages empfinde.

Der Bezirksapostel ging auf den Predigtbeitrag des Apostels ein und führte weitere Gedanken zum Eins-Sein sowie zur Herrlichkeit Gottes aus. Diese zeigte sich in Jesu schon bei seiner Geburt durch besonderen Glanz und eine Fülle von Licht, aber auch später auf dem Berg der Verklärung, wo sowohl Jesus als auch die Zeugen aus der jenseitigen Welt ein anderes Aussehen aufwiesen, als man es sich vorstellte. Er wünsche sich, dass es uns gelänge, in jedem Gottesdienst im Dienstleiter die Herrlichkeit Gottes, ein geheiligtes Werkzeug in der Hand des Herrn, zu sehen. Für die Jünger war der Berg der Verklärung plötzlich Lieblingsstätte geworden. An dem Tag der Wiederkunft Christi wird sich Gottes Herrlichkeit erneut zeigen und die Gemeinden aus dem Diesseits und dem Jenseits in die bleibende Gemeinschaft mit Gott führen. Heute bekomme man oft nach einem schönen Gottesdienst eine „Breitseite“ nach der anderen, doch dann gäbe es kein Trauern, Klagen und Weinen mehr, auch keine zeitliche Begrenzung der Freude, wie es im Urlaub der Fall sei.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls stimmte das solistisch vorgetragene Lied „Komm, spüre Gott“ auf die Feier des Heiligen Abendmahles für die Entschlafenen ein, es folgte noch das Chorlied „Die Erlösten warten unser in der Ewigkeit“.

Der Kinderchor leitete mit dem Lied „Aus Gottes guten Händen“ zu einem weiteren Höhepunkt des Gottesdienstes über, der Ordination des bisherigen Vorstehers, Priester Ralf Legler, zum Hirten der aus drei Gemeinden zu einer Gemeinde vereinten Schar von Gläubigen. In seiner Ansprache wies der Bezirksapostel auf Besonderheiten der Gebete zu Gott hin.

Im Abschlussgebet brachte er Gott die Bitte vor, dass jeder Gottesdienst, der hier stattfindet, jede Versammlung, die hier abgehalten wird und jedes Treffen, zu dem man sich hier einfindet unter dem Vorsatz stehen möge, für den großen Tag der Wiederkunft Christi zubereitet zu werden.

Mit dem Chorlied „Unser Vater“ wurde der Gottesdienst würdevoll beendet.

F.H. / Fotos M.V.

online seit 15.05.2014
Kategorien: Jubiläen/Festtage, Regionale Höhepunkte, Regionale Meldungen

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