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Spontane Hilfsaktion für Flutopfer

(08.06.2013) Schönebeck. Die dramatische Zuspitzung der Hochwassersituation an der Elbe am Wochenende des 8. und 9. Juni veranlasste spontan einige Glaubensgeschwister der Gemeinde Schönebeck zu helfen.

Am frühen Samstagvormittag nahmen wir telefonisch untereinander Kontakt auf und um 11.00 Uhr hatte sich eine kleine, aber tatkräftige Schar auf dem Kirchengrundstück eingefunden. Gemeinsam ging es dann zum nahegelegenen Busbahnhof, dem zentralen Anlaufpunkt für den Katastrophenschutz, für THW, DLRG, Feuerwehr und anderen Institutionen.

Hier reihten wir uns unter den freiwilligen Helfern ein, um Sandsäcke zu füllen, zu stapeln oder mittels Menschenkette Transportfahrzeuge zu beladen. Bei hochsommerlichen Temperaturen forderte uns dieser Einsatz kräftemäßig alles ab, aber der Gedanke, betroffenen Menschen zu helfen und unsere Stadt vor Zerstörung zu bewahren, war Motivation genug. Etwa gegen 14.00 Uhr erreichte uns die schlechte Nachricht, dass in der Altstadt ein Teilstück der Hochwasserschutzwand gebrochen sei und den gesamten Elbepark geflutet habe.

Die Sorge, dass nun unsere Kirche in Mitleidenschaft gezogen wird, war nicht unbegründet, schließlich ist es zwischen der Elbe und unserer Versammlungsstätte ein „Katzensprung“. So ging es zurück zum Kirchengrundstück, um vorsorglich die Türen mit Sandsäcken abzudichten. Diese Vorsichtsmaßnahme beruhigte uns ein wenig im Angesicht der Tatsache, dass die Ungewissheit auf allen lastete und aktuelle Nachrichten, verbunden mit permanenten Feuerwehrsirenen und Helikoptergeräuschen, nichts Gutes ahnen ließen. Wir fühlten uns ein wenig wie im kriegsähnlichen Zustand!

Mit unserem Vorsteher waren wir in Kontakt, er überzeugte sich von der Situation am Nachmittag vor Ort und dankte jedem für seinen persönlichen Einsatz. So hofften und beteten wir, dass der Sonntag uns eine Begegnung in seinem Haus möglich machen würde und Schaden abgewendet werden kann.

Nicht wenig dankbar waren wir, dass die Dämme hielten und wir am Sonntag Gottesdienst feiern konnten. Lob, Preis und Anbetung wurden dem Herrn dargebracht, aber auch Fürbitten für alle Geschwister, die evakuiert wurden, und allen Leidtragenden in der Bevölkerung.

Diese Ausnahmesituation hat uns Christen nicht unberührt gelassen, im Gegenteil, in relativ kurzer Zeit haben wir reagiert und gezeigt, dass Nächstenliebe für uns keine Floskel ist, sondern lebendiger Glaube.

U.Z.

online seit 11.06.2013
Kategorien: Öffentliches Engagement, Startseite, Regionale Meldungen

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