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Ökumenische Friedensandacht

(28.12.2015) Ruhla. Engagement für den Weltfrieden – dieses Anliegen hat sich die Stadt Ruhla auf besondere Weise zu eigen gemacht.

Er ist schon eine Besonderheit in der Region – der Ruhlaer Friedenspfahl. Dieser wurde im Juli 2014 im Beisein der Öffentlichkeit feierlich eingeweiht. Weltweit gibt es bereits über 200.000 derartiger Stelen in insgesamt 180 Ländern. Zu den Initiatoren dieser Friedensbewegung in der thüringischen Stadt Ruhla gehören neben der neuapostolischen Gemeinde die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde, die katholische Kirchgemeinde, der Verein Netzwerk und der Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler. Dieser Ort, der Friedenspfahl, soll eine Stätte sein, an dem sich die Ruhlaer Christen und Bürger mit ihren Besuchern versammeln können, um im Gedenken an die unter Unrecht leidenden Menschen mit gemeinsamen Friedensgebeten einzutreten. Die neuapostolische Gemeinde reiht sich damit in die weltweite Gemeinschaft aller Friedenssuchenden und -fördernden ein und möchte, dass die Kraft, die von diesen Gebeten ausgeht, die Menschen in der Stadt Ruhla befähigt, selbst Frieden zu fördern und zu leben. 

An diesem Montag zum Jahresende 2015 ging die Einladung zu dem gemeinsamen Gebet für den Frieden am Ruhlaer Friedenspfahl von der neuapostolischen Kirchgemeinde aus. Diese Friedensgebete werden an jedem 4. Montag im Monat im Wechsel von den Initiatoren des Friedenspfahles durchgeführt. Dieser Pfahl, eine eindrucksvolle Konstruktion aus Edelstahlblech, steht für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Er soll Einwohner und Besucher stets daran erinnern, dass Frieden nur dort entsteht, wo alle mit Respekt und Toleranz miteinander umgehen. Die Partner setzen angesichts des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Unfriedens und einer ebensolchen Ungerechtigkeit in lokalen wie globalen Lebenszusammenhängen ein Zeichen des Engagements für Offenheit, Toleranz und Gesprächsbereitschaft. Es geht sowohl um die Stadt Ruhla als auch um den Dialog und die Begegnung mit allen Menschen, gleich welcher Herkunft und welchen Glaubens, im gemeinsamen Bemühen um Verständigung und Frieden. Die Botschaft verbindet weltweit alle Menschen, denen es ein Anliegen ist, dass Kriege und Intoleranz nicht das friedliche Zusammenleben beherrschen, denn Frieden ist weit mehr als nur die Abwesenheit von Krieg.  

Vor wenigen Tagen hörte man die frohe Weihnachtsbotschaft „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“. Angesichts der Tatsache, dass es Weihnachten 2015 so unfriedlich wie seit langem nicht mehr war in der Welt, könnte der Glauben an diese Botschaft verloren gehen. Man darf sich von diesem Zustand des Unfriedens nicht lähmen lassen. Das monatlich stattfindende Gebet am Ruhlaer Friedenspfahl ist ein sichtbares Zeichen für den Frieden – nicht nur in der Stadt Ruhla, sondern weltweit. Die Gemeinde Ruhla will auch künftig daran festhalten, den Frieden in allen Bereichen des Lebens zu erhalten und im Sinne Christi zu leben. 

Zur Erläuterung: Ein Friedenspfahl (engl. „Peace Pole“) ist ein Pfahl, der an seinen vier Seiten in verschiedenen Sprachen die Aufschrift „May Peace prevail on Earth“ (Möge Friede auf Erden sein) trägt. Der Ruhlaer Friedenspfahl trägt dieses Motto in 16 Sprachen. 

M.B.

online seit 05.01.2016
Kategorien: Öffentliches Engagement, Startseite, Regionale Meldungen

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