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Ohne Wasser ging es nicht!

(18.07.2015) Bruchtorf. Pünktlich mit Beginn der Sommerferien war es wieder soweit, der Jugendurlaub ging los. Ziel war in diesem Jahr Bruchtorf in Niedersachsen. Eine Woche Erlebnisurlaub mit so manchem Abenteuer wartete auf die Jugendgruppe aus Radebeul.

Am 11.07.2015 fuhren die 13 Jugendlichen mit einer heranwachsenden Jugendlichen in die Lüneburger Heide. Das Ferienhaus, sehr idyllisch am Waldesrand gelegen und direkt mit Bootsanleger zur Ilmenau, bot viel Platz zum Austoben und einfach mal Abschalten.

Im Vorfeld wurde der Kontakt zu dem Jugendbetreuer der Gemeinde Bad Bevensen hergestellt, und schon am Tag der Anreise begegnete man sich auf dem Feriengrundstück. Wir wurden herzlich willkommen geheißen und konnten uns bei einem leckeren Eis austauschen. Der Abend wurde wie eigentlich jeder Abend beim Karten spielen beendet.

Am Sonntagmorgen durften wir in der Gemeinde Bad Bevensen den Gottesdienst erleben und anschließend schöne Gespräche mit unseren Glaubensgeschwistern führen. Da es regnete, beschlossen wir am Nachmittag ein Schwimmbad aufzusuchen. Leider war nur der Außenbereich nutzbar, sodass beizeiten die Rückreise angetreten wurde.

Der nächste Tag sollte vom Wetter nicht besser werden, sodass wir beschlossen, nach Lüneburg zu fahren und uns die Altstadt anzusehen. Für uns war es die richtige Entscheidung, da erstens die Stadt sehr sehenswert ist und zweitens wir auch schönes Wetter hatten. Wir gingen nicht nur über den Marktplatz, sondern besuchten auch die vielen Kirchen, und zuletzt bestiegen wir noch den Wasserturm, von dem aus wir eine tolle Sicht über die Stadt hatten. Auf dem Rückweg wurden wir natürlich wieder vom Regen aufgesucht.

Auch am nächsten Tag ließ der Regen nicht nach. Da unser Organisator aber für alle Fälle gerüstet war, fuhren wir in das doch etwas entferntere Erlebnisbad „Ronolulu“ in Rotenburg. Einen ganzen Tag lang planschten wir im Wasser.

Der neue Morgen war herrlich. Kein Regen, sondern Sonne, und so schnürten wir unser Schuhwerk und wanderten durch den Wald am Elbeseitenkanal entlang nach Bad Bevensen. Ein schöner Park, umgeben von der Ilmenau, war unser Ziel. Und wie auch jedes Jahr spielten wir wieder Minigolf. Das anschließende Eis beim zehnminütigen Glockenspiel rundete alles ab. Der Fußmarsch zurück zog sich ziemlich, aber letztlich schafften wir die insgesamt ca. 20 Kilometer. Weil es so schön war, fuhren wir am Abend gleich noch mal nach Bad Bevensen. Diesmal aber, um den Gottesdienst zu erleben. Da durften wir uns als Jugend gleich mit einbringen.

Wasser sollte einen doch etwas größeren Bestandteil in unserem Jugendurlaub einnehmen. Und Abenteuer trifft den Folgetag ganz gut. Wir beschlossen, eine Kanutour auf der Ilmenau durchzuführen.

Zu Fuß liefen wir zum Anleger und wurden dort von einem Ortsansässigen über den Fluss, die Strömung und unser Verhalten im Wasser informiert. In vier Zweierkanus und einem Dreierkanu starteten wir. Uns blieb nicht viel Zeit zum Üben und Zurechtfinden in und mit dem Kanu, denn der Fluss hatte teilweise nicht nur eine ziemliche Strömung, sondern auch so manches Hindernis.

Und dann passierte es doch. Ein Kanu meinte, sich um 180° drehen zu müssen, und zwei Jugendliche durften ein kühles Bad nehmen. Nicht ganz vorbereitet sind sie eingetaucht, aber zum Glück haben sie es auch wieder ins Kanu geschafft.

Die Tour ging weiter, und bis zu unserem Zwischenhalt bei unserer eigenen Anlegestelle am Ferienhaus konnten wir die Landschaft genießen und den Tieren lauschen.

Nach unserem Zwischenhalt, die als Trinkpause und dem Anziehen der trockenen Sachen unserer beiden Badenden genutzt wurde, ging es weiter.

Eins vorweggenommen, es sollten noch mehr baden gehen, freiwillig und unfreiwillig. Die beiden Jugendlichen fühlten sich anscheinend in ihren nun wieder trocknen Sachen nicht so wohl, sodass sie noch einmal ins Wasser mussten. Diesmal allerdings an einer Stelle, wo die Strömung sehr stark war. Die anderen kamen zu Hilfe, aber Verluste mussten trotzdem hingenommen werden. Die Tour endete mit ein paar schmerzhaften Erfahrungen, aber der Abend brachte noch einige Lacher.

Am vorletzten Tag besichtigten wir das Buckelgräberfeld in Bad Bevensen. Merkmal von Buckelgräbern ist, dass es sich um Brandschüttungs- oder Urnengräber handelt, über denen ein bis zu 50 cm hoher Erdhügel aufgeworfen wurde. Anschließend folgte eine kleine Wanderung durch die Lüneburger Heide bis hin zu einer Kanalbrücke des Elbe-Seitenkanals. Ein tolles Schauspiel, da unter dem Kanal der Fluss Ilmenau verläuft. Mit dem Auto ging es dann weiter zum „Hundertwasser-Bahnhof“ in Uelzen. Dieser Bahnhof zählt zu den zehn schönsten Bahnhöfen der Welt. Jährlich besuchen Tausende Menschen den kunterbunten Bahnhof und erfreuen sich an goldenen Kugeln, farbenfrohen Mosaiken, vielen bunten Säulen und tanzenden Fenstern. Da der Tag bisher ohne Wasser war, gingen am Nachmittag noch einige baden. Der Abend endete bei leckerer Pizza und Kartenspiel.

Die ersten Jugendlichen mussten am nächsten Tag schon zeitig am Morgen abreisen. Nach dem Verstauen der Koffer und Rucksäcke peilten wir die Heimreise an. Einen kurzen Zwischenhalt machten wir in Gifhorn beim Glockenpalast, der in Deutschland einmalig ist und sich auf dem Gelände des Internationalen Wind- und Wassermühlen-Museum befindet. Die Zeit reichte leider nicht aus, um alles aus der Nähe anzusehen.

Ein erlebnisreicher Urlaub mit tollen Eindrücken und Empfindungen endete nach einer Woche, nicht ohne sich schon Gedanken für das neue Jahr gemacht zu haben.

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön für die super Organisation.

T.S.

online seit 31.07.2015
Kategorien: Jugend

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