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Kreuzwegandacht Karfreitag

(28.03.2013) Neustadt/Schneeren. Am späten Gründonnerstagnachmittag versammelten sich mehrere Mitglieder der neuapostolischen Gemeinde Neustadt sowie der katholischen und der evangelischen Gemeinden Neustadt/Schneeren zu einer gemeinsamen Andacht.

Initiiert und geleitet wurde die Andacht von unserer Glaubensschwester Herzig und ihrem Ehemann, der der Katholischen Kirche angehört. Durchgeführt wurde die Andacht in der evangelischen Kirche "Zum guten Hirten".

Es wurden den Teilnehmern die einzelnen Stationen Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung in eindrucksvoller Weise in Erinnerung gerufen. Untermalt wurde die Andacht mit gemeinsamen Gesang, einer Litanei und Musikstücken.

Vierzehn Stationen

Seit der Zeit um 1600 wurden Kreuzwege mit vierzehn bebilderten Stationen errichtet. Sie zeigten den Weg Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung und Grablegung. Als 15. Station diente die jeweilige Kirche als Abbild der Grabeskirche von Jerusalem. Diese Form geht auf den Franziskaner Leonhard von Porto Maurizio zurück. Papst Clemens XII. erkannte im Jahr 1731 mit seinem Breve Unterweisungen über die Art, wie man den Kreuzweg abhalten soll diese Form des Kreuzwegs als kanonisch an und bedachte ihn mit Ablässen. An vielen Franziskanerklöstern entstanden nun Kreuzwege nach diesem Modell. In seinem letzten Lebensjahr baute Leonhard von Porto Maurizio mit päpstlicher Erlaubnis Kapellen mit den vierzehn Kreuzwegstationen in die Arena des Kolosseums ein, was die bis heute begangene Tradition des Kreuzwegs an diesem Ort begründete. Als Bestandteil der Ausstattung von Kirchenräumen entstand der vierzehnteilige Kreuzwegzyklus gegen Ende des 17. Jahrhunderts. An den Wänden wurden vierzehn Stationen mit Holzkreuzen markiert, unter denen sich meist eine bildliche oder plastische Darstellung der jeweiligen Kreuzwegstation befand. Obwohl dieser Kreuzweg zunächst auf Kirchen des Franziskanerordens beschränkt war, blieb wegen der großen Beliebtheit dieser Andachtsform schließlich kaum mehr eine katholische Pfarrkirche ohne einen solchen Kreuzweg. Besonders im 19. Jahrhundert war der vierzehnteilige Kreuzwegzyklus innerhalb von Kirchenräumen sehr verbreitet. Joseph von Führich und seine Schüler schufen im Nazarener Stil das Genre der Führich-Kreuzwege, die in vielen Kirchen Mitteleuropas und Nordamerikas präsent sind. Diese Tradition der Kreuzwege in Kirchenräumen setzte sich im 20. Jahrhundert fort, wobei außer unauffälligen Kreuzwegbildern auch bedeutende Kunstwerke entstanden.

Zitat Wikipedia

Nach der Andacht bemerkten einige Teilnehmer: "So etwas sollten wir in Zukunft gemeinsam öfter machen."

Text: J.B. Bilder G.H.

online seit 18.04.2013
Kategorien: Gemeindeleben

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