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Kurzchronik der Gemeinde Mühlhausen/Thür.

Der Anfang der Neuapostolischen Kirche in Mühlhausen reicht mehr als 110 Jahre zurück. Im September 1902 besuchte Familie Gottfried Giesel ihre Verwandten in Magdeburg. Diese gehörten der neuapostolischen Gemeinde an und nahmen ihren Besuch mit zum Gottesdienst. Familie Giesel war von diesem Gottesdienst so beeindruckt, dass sie beschloss, den neuapostolischen Glauben zu prüfen.

Zu jener Zeit war von Mühlhausen aus die nächstgelegene Gemeinde in Nordhausen. Man nahm Kontakt auf und fortan wurde die Familie durch Amtsbrüder aus Nordhausen betreut.

Der erste Gottesdienst in Mühlhausen fand am 11. Januar 1903 statt. Zu diesem Gottesdienst, der vom Ältesten Hermann Sigismund gehalten wurde, waren zehn Besucher anwesend.

Dabei blieb es nicht. Die Zahl der Gottesdienstbesucher wuchs stetig, so dass bereits im Juni 1903 ein Raum angemietet werden musste.

Als erster Vorsteher der Gemeinde Mühlhausen wurde der Gemeindeälteste Richard Wolf beauftragt, der auf Wunsch von Stammapostel Krebs mit seiner Familie von Weimar nach Mühlhausen übergesiedelt war.

Die ersten zwei Jahrzehnte in der Geschichte der Gemeinde waren geprägt vom kontinuierlichen Anstieg der Mitgliederzahl. Häufig musste die Versammlungsstätte gewechselt werden. Leider fanden sich immer nur Mieträume, die entweder in Hinterhäusern oder in Werkstattgebäuden lagen.

1926 verzog Richard Wolf im Auftrag des damaligen Stammapostelhelfers Johann Gottfried Bischoff nach Schmiedefeld. Als neuer Vorsteher für die Gemeinde Mühlhausen wurde Hirte Oskar Blättermann, der spätere Bezirksälteste, beauftragt. Die Mitgliederzahl betrug zu diesem Zeitpunkt schon weit mehr als 100. In den folgenden Jahren führte Hirte Blättermann die Gemeinde "aus ihrem Hinterhofdasein an das ihr würdige Licht", wie er es selbst formulierte.

Die für 12 Jahre gemietete "Antonius-Kapelle" in der Holzstraße war dabei eine Art Zwischenstation, ehe 1938 mit dem Bau des eigenen Kirchengebäudes in der Mackensenstraße, der heutigen Friedrich-Naumann-Straße, begonnen werden konnte. Ein gutes Jahr später, am 19. März 1939 wurde die neue Kirche durch Bezirksapostel Bruno Rockstroh geweiht. Noch heute versammelt sich hier die Gemeinde.

Ende des Zweiten Weltkrieges kamen viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach Mühlhausen und Umgebung und fanden hier eine neue Heimat, darunter auch etliche neuapostolische Familien. Die Not der Nachkriegsjahre ließ viele Menschen Gott suchen. Beides führte zu einem starken Anstieg der Zahl der Gemeindemitglieder. Anfang der 50er Jahre lag sie bei über 600.

In dieser Zeit entstanden in der Umgebung von Mühlhausen weitere Gemeinden und Stationen, die zunächst Mühlhäuser Amtsbrüder betreuten, dann aber zum Teil selbständige Gemeinden wurden. Darunter Menteroda, Oberdorla, Heyerode, Dingelstädt, Heilbad Heiligenstadt, Kleinkeula, Ebeleben und andere.

In jüngerer Zeit wurden diese allerdings wieder aufgelöst und mit der Gemeinde in Mühlhausen zusammengeführt. Zuletzt die Gemeinden Dingelstädt und Kleinkeula. Um optimale Bedingungen für alle Gemeindemitglieder zu schaffen, entschloss sich die Kirchenleitung zu einer umfassenden Sanierung und Erweiterung des Kirchengebäudes und Ausbau zum Gemeindezentrum. Im Jahr 2008 konnte das Projekt dann realisiert werden. Momentan zählt die Gemeinde 370 Mitglieder, die von 9 Amtsbrüdern versorgt werden.

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