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Verleih uns Frieden gnädiglich

(16.01.2015) Magdeburg. Im Rahmen einer Andacht gedachten die beiden neuapostolischen Gemeinden in Magdeburg der Zerstörung Magdeburgs, die sich im Januar 2015 zum 70. Mal jährte.

Die Andacht stand unter dem Motto „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und beinhaltete neben der Beschäftigung mit den Geschehnissen von damals auch die Bitte um Frieden heute.

Zu Beginn erinnerte ein einführender Vortrag an die Ereignisse in Magdeburg während der Kriegsjahre. Am 16. Januar 1945, wenige Monate vor Ende des 2. Weltkrieges verloren bei schwersten Bombenangriffen auf Magdeburg Tausende Einwohner und Flüchtlinge ihr Leben. Die Stadt wurde zu großen Teilen zerstört. Die Innenstadt Magdeburgs, eine acht Quadratkilometer große Fläche, lag nach dem Angriff in Trümmern und brannte noch mehrere Tage. 15 Kirchen und der Breite Weg, bis zu diesem Zeitpunkt eine der schönsten Barockstraßen Deutschlands, wurden fast komplett zerstört. Von den Versammlungsstätten der drei neuapostolischen Gemeinden der Stadt wurde die der Gemeinde Fürstenwall vollständig zerstört.

Im Rahmen der Andacht wurden die Berichte von sechs noch lebenden Zeitzeugen, die 1945 zwischen 15 und 21 Jahre alt gewesen waren, vorgelesen. In einem generationsübergreifenden Projekt hatten Jugendliche aus den Gemeinden diese Gemeindemitglieder besucht und daraufhin bei der Erstellung der Zeitzeugenberichte wesentlich mitgewirkt. Die Jugendlichen trugen dann auch die Berichte in der Andacht vor. Allen sechs Zeitzeugen war es möglich, an der Andacht teilzunehmen und so die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse vor 70 Jahren für die nachfolgenden Generationen wach zu halten und der Mahnung zum Frieden Ausdruck zu verleihen.

Zu den verschiedenen Wortbeiträgen der Andacht wurden sowohl Bilder des „alten“ Magdeburg als auch das Aussehen der Innenstadt nach der Zerstörung gezeigt. Diese Bilder machten die damaligen schlimmen Ereignisse für die Anwesenden sichtbar.

Der vielen Menschen, auch aus den Magdeburger Gemeinden, die im Verlauf des letzten Krieges in Magdeburg ihr Leben lassen mussten, wurde in einer Gedenkminute gedacht. Diese endete mit dem Lied, in dem die Bitte an Gott formuliert wird: „Verleih uns Frieden gnädiglich.“

Nach einem Wortbeitrag, der den Weg zum Frieden auf der Basis des Evangeliums Christi aufzeigte, vereinten sich alle Anwesenden im gemeinsamen Gebet und brachten den Wunsch nach Frieden vor den allmächtigen Gott.

Innere Ruhepunkte in der Andacht waren Musikstücke, vorgetragen an der Orgel, von einer Bläser- und einer Streichergruppe und einem kleinen Chor. Mit einem gemeinsamen Lied endete der berührende und nachdenklich machende Abend in der Kirche.

Text: M.H., Bilder: D.W.

online seit 21.01.2015
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