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Eine Reise in das "Heilige Land"

(05.03.2015) Israel. Vom 26. Februar bis 5. März 2015 waren Glaubensgeschwister aus den Gebietskirchen in Mitteldeutschland, aus Berlin/Brandenburg und aus Nordrhein-Westfalen auf den Spuren Jesu in Israel.

Erwartungsvoll traf sich die Reisegruppe am frühen Morgen im Flughafen Berlin-Tegel zu einer einwöchigen Rundreise. Organisiert wurde die Reise von unserem Glaubensbruder Ingo Bodtke, der beruflich ein Reisebüro leitet. Der Flug ging über Düsseldorf nach Tel Aviv. Dort angekommen, erwartete uns bereits Raanan, ein einheimischer Reiseleiter. Nachdem alle Koffer im Bus verstaut waren, ging es sofort los mit einer Stadtrundfahrt durch das quirlige Tel Aviv, wo wir erste Eindrücke von Land und Leuten sammeln konnten.

Anschließend fuhren wir nach Jaffa oder – wie damals in der Bibel benannt – Joppe. Hier besichtigten wir das Haus, in dem damals Petrus zu Gast bei einem Gerber namens Simon war (Apostelgeschichte 10). Damit tauchten wir ein in die biblischen Geschehen, die uns bis zum Ende der Reise begleiten sollten. Am späten Nachmittag fuhren wir dann zu einem schönen ländlichen Hotel in einem Kibbutz bei Tiberias am See Genezareth. Wir waren geschafft und freuten uns auf die Nachtruhe.

Am nächsten Morgen ging unsere Fahrt zum Berg der Seligpreisungen. Dort angekommen, las ein Bruder aus der Bibel im Matthäus 5 die Seligpreisungen vor. Mit Blick auf den See Genezareth fühlten wir uns in das damalige Geschehen hineinversetzt. Danach sangen wir das dazu passende Lied: „Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren“. Besucher blieben stehen und lauschten andächtig.

Jeder Tag unserer Reise beinhaltete solche Höhepunkte. Es wurde stets zum Ort bzw. Begebenheit die entsprechende Bibelstelle vorgelesen und dazu passende Lieder gesungen. Es war immer wieder zu beobachten, dass Touristen interessiert stehen blieben und angetan waren von unserem Gesang. Oft wurde auch spontan applaudiert oder sie bedankten sich bei unserem Dirigenten für den gelungenen Beitrag.

Ein besonderes Erlebnis war für uns der Gottesdienst in unserer Kirche in Nazareth. Schon am Vortag stimmten wir uns darauf ein und besuchten einen deutschen Soldatenfriedhof in Nazareth. In dieser Gräberstätte ruhen 261 Soldaten des ersten Weltkrieges.

Festlich gekleidet, denn es war Gottesdienst für Entschlafene, machten wir uns am Sonntag früh auf den Weg. Die Sonne schien und es war ein schöner Morgen. Die Kirche war schnell gefunden. Der Bezirksälteste Gerald Unruh aus dem Kirchenbezirk Halberstadt hielt in Abstimmung mit der zuständigen Gebietskirche Süddeutschland einen tiefgehenden Gottesdienst, der simultan vom Priester Erol Hakim für die israelischen Geschwister übersetzt wurde. Mitdienende waren der Bezirksälteste Wolfgang Becker aus Magdeburg und der dortige Priester Erol Hakim. Unter der Leitung von unserem Dirigenten Ingo Bodtke umrahmte unser „Reise-Chor“ mit schönen Liedern den Gottesdienst. Eine Schwester unserer Reisegruppe hatte sogar ihre Flöte mitgebracht und spielte zusammen mit der Orgel nach dem besonderen Gebet für die Entschlafenen das Lied „Eine Botschaft voll Erbarmen“.

Liebevoll hatten die Geschwister nach dem Gottesdienst noch einen kleinen Imbiss vorbereitet, den wir gern annahmen. Nette Gespräche untereinander bestärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl. Gern hätten wir die Zeit noch etwas ausgenutzt, aber unsere Reise ging weiter nach Jericho.

Unweit von Jericho befindet sich nach der Überlieferung die vermutliche Taufstelle am Jordan, wo Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde. Auch heute lassen sich Christen, begleitet von verschiedenen Zeremonien, im Jordan taufen.

Weitere Höhepunkte unserer Reise waren die Qumran-Höhlen – wo zwischen 1947 und 1956 u. a. die Schriftrollen des Jesaja gefunden wurden, Masada – eine Festung des Königs Herodes und heute ein Symbol des jüdischen Freiheitswillens, Bethlehem – mit der Geburtskirche und auch Yad Vashem – die Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust. Für uns unvergessen war auch das Baden im Toten Meer.

Den Abschluss unserer Reise bildete Jerusalem mit all seinen Sehenswürdigkeiten, wie dem Tempelberg, dem Ölberg, dem Garten Gethsemane, der Via Dolorosa – dem Leidensweg Jesu, der über 14 Stationen vom kaum erhaltenen Amtssitz des Pilatus, der Antoniafestung, durch die Altstadt vom Löwentor (oder Stephanstor) bis zur Grabeskirche führt, die an jenem Ort steht, wo Jesus ins Grab gelegt worden sein soll. Um hier nur einige Sehenswürdigkeiten zu nennen.

Am letzten Tag, bereits auf dem Weg zum Flughafen, besichtigten wir noch Caesarea. Caesarea ist eine alte Stadt mit Hafenanlage unter Herodes dem Großen erbaut. Hier wurde übrigens ein Stein mit der Inschrift von Pontius Pilatus gefunden. Es war somit der erste außerbiblische Nachweis seiner Person, welche bis dahin angezweifelt wurde.

 

Die Reise liegt nun hinter uns. Viele Eindrücke haben wir mitgenommen und noch oft werden  unsere Gedanken dort sein. Stammapostel Fehr sagte 1989 einmal nach seinem Besuch in Israel: „Wer Israel noch nie gesehen hat, hat einen großen Teil unserer Welt noch nicht gesehen.“ Das können wir bestätigen.

Wenn wir zukünftig von Israel hören oder lesen, denken wir im Stillen an den Gruß, den sich die Menschen dort entgegenbringen: „El Shalom“ – Gottes Friede sei mit euch!

Text u. Fotos: Ut.

online seit 16.03.2015
Kategorien: Gemeindeleben, Startseite, Regionale Meldungen

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