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Unwetter tobt in Könnern

(11.09.2011) Könnern. Am Sonntag, 11.September 2011, sorgte am späten Nachmittag ein Unwetter für schwere Verwüstungen in den Kreisen Salzland und Mansfeld-Südharz. Betroffen waren auch die Stadt Könnern und das Kirchengebäude der dortigen neuapostolischen Gemeinde.

Der Sonntagmorgen begann als ein schöner Tag, der seinem Namen „Sonntag“ alle Ehre machte. Die Sonne schien durch die bunten Bleiglasfenster in den Kirchenraum. Wir gedachten auch der Geschehnisse vor 10 Jahren in den USA, beteten für die Opfer und den Frieden in der Welt.

Auch am Nachmittag schien die Sonne. Es war schwülwarm und drückend.

Gegen halb sechs bezog sich der Himmel und es wurde dunkel. Ein schweres Unwetter, ein Tornado, mit Hagelkörnern so groß wie Golfbälle bis hin zur Größe von Kaffeepötten zog über die Stadt Könnern.

Dachziegel zerbarsten oder wurden einfach weggeblasen, Rollläden sind durchlöchert und Fensterscheiben zertrümmert, Garagen und Terrassenüberdachungen zerstört; Bäume entwurzelt, Äste abgebrochen und die Blätter zu Haufen aufgetürmt, Autos verbeult, Scheinwerfer, Rückleuchten und Autoscheiben zertrümmert. Ein Bild der Verwüstung, wohin man schaut.

Viele unserer Glaubensgeschwister sind persönlich betroffen, ebenso unser Kirchengebäude.

Auf der Wetterseite sind alle Scheiben kaputt, vom Toilettenfenster über die Fenster im Untergeschoss bis zu den bunten Bleiglasfenstern des Kirchensaals. Alles lag in Scherben. Die Wucht des Sturmes hatte die Glassplitter quer durch den Raum bis auf die andere Seite geschleudert. In den Sitzkissen, den Holzlehnen der Bänke, ja selbst im Fußbodenbelag steckten die Glasscherben. Überdies regnete es durch die defekten Fenster herein und das Wasser stand mehrere Zentimeter hoch auf dem Fußboden. Geschwister informierten den Vorsteher, dieser den Bezirksältesten und die Kirchenverwaltung. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, begannen am gleichen Abend erste Sicherungsmaßnahmen. Die Fensteröffnungen wurden mit Wachstuch und Folie abgedichtet, damit der Regen nicht weiter eindringen konnte. Am Montag wurde dann mit einem Nasssauger das Wasser entfernt und die großen Glasscherben beseitigt.

Gottesdienste und andere Veranstaltungen sind im Kirchenraum vorläufig nicht möglich.

Im Untergeschoss wird ein Raum, eine „Notkirche“, für unsere Gottesdienste hergerichtet, da viele der älteren Geschwister nicht mehr so mobil sind, um in umliegenden Gemeinden die Gottesdienste zu besuchen.

Trotz allem sagen wir aber unserem himmlischen Vater Dank für die Bewahrung! Nicht auszudenken, wenn der Sturm am Vormittag während des Gottesdienst über Könnern gefegt wäre. Dann hätte dort direkt neben den Fenstern der Chor gesessen. Womöglich wäre nicht einer unsere Geschwister verschont geblieben.

Autor: M.G./Fotos: P.G.

Wie es vor dem Sturm war

Die Seitenfront von außen

Die Sakristei

Der Rest der Buntglasfenster

Die Fenster im Untergeschoss

online seit 19.09.2011
Kategorien: Gemeindeleben, Startseite, Regionale Meldungen

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