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Dem Wasser etwas näher gekommen

(07.02.2016) Hannover-Süd. In der Zeit vom 24.01. bis zum 07.02.2016 fand in der neuen Kirche Hannover-Süd das erste Projekt zu Gunsten von NAK-karitativ statt. Dieses Mal sollte das Ende 2015 ins Leben gerufene Projekt „Wasserversorgung für Schule in Ostkenia“ unterstützt werden.

Die Ausgangssituation an der Grundschule in Ikomenie ist bedrückend genug: Es gibt dort keine Trinkwasserleitung. Die Kinder bringen ihre tägliche Trinkration mit zur Schule, und das ist manches Mal viel zu wenig, nur 500 ml Wasser pro Tag oder noch weniger. Oder gar nichts. Für uns Europäer fast nicht vorstellbar…

Seit gut zwei Jahren werden in der Gemeinde Hannover-Süd (vorher Hannover-Süd-Stadt) mehrmals im Jahr Projekte durchgeführt, die mit ihren Einnahmen ein schon bestehendes Projekt von NAK-karitativ unterstützen. Die Gemeindeprojekte „zur Erntezeit“, „zur Weihnachtszeit“ oder dieses Mal „zur Winterzeit“ beruhen auf dem Prinzip Geben – Nehmen – Geben: Gemeindemitglieder stellen etwas zur Verfügung und andere erwerben diese Dinge gegen eine Spende in frei wählbarer Höhe. Bei den Sachspenden handelte es sich bislang um Marmeladen, Kekse, frühlingshafte Dekorationen mit frischem Grün, Adventsgestecke, warme selbstgestrickte Strümpfe, aus „Alt-Wachs“ recycelte Kerzen, Mützen, kunstvoll gestaltete Kerzen für besondere Anlässe, Honig, Pralinen und anderes mehr – in aller Regel zur Jahreszeit Passendes. Diese Artikel werden für circa 14 Tage angeboten mit dem Hinweis auf das zu unterstützende Projekt von NAK-karitativ. Im Vorfeld wird das begünstigte Projekt mit der Gemeindeleitung abgestimmt. Mit einer Bekanntmachung nach dem Gottesdienst und bei Interesse auch per Email werden die Geschwister vorab über das Vorhaben informiert.

Dieses Mal sollten die Einnahmen also nach Ost-Kenia gehen. Die Projektidee bei „Wasser für Ikomenie“ ist, eine Leitung von der einzig erreichbaren Trinkwasserstelle, dem mehrere Kilometer entfernten Gitaru-Staudamm am Tana-See, bis hin zur Grundschule zu legen. Die Kinder können dann in ihrer Schule das notwendige Trinkwasser erhalten, ohne dass sie oder ihre Familien weite, kräftezehrende Wege zurücklegen müssen, und sie können sich auch die Hände waschen – ein wichtiger Punkt in der Gesundheits-Hygiene.

Nicht nur die Grundschule, sondern auch die umliegenden Dörfer werden ihren Trinkwasser-Bedarf an der Schule decken können. Für umgerechnet 0,045 EUR pro 20 Liter wird dies möglich sein; gleichzeitig ist mit dem Geld auch für Wartung und Instandhaltung der Anlage gesorgt.

Passend zur Jahreszeit nannte sich das Projekt in Hannover-Süd „Winterprojekt“. Tatsächlich lag zu Beginn noch hoher Schnee, was zum Abverkauf auch der hübsch gestrickten Strümpfe beitrug.

Am Ende des letzten Tages konnten 1.301,00 EUR an Einnahmen verzeichnet werden. Die Mühe hat sich auch dieses Mal gelohnt. Das macht dankbar.  

A.F., Fotos: I.K.

online seit 15.02.2016
Kategorien: Öffentliches Engagement, Startseite, Regionale Meldungen

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