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Ökumene-Tag für Christen aller Konfessionen

(30.04.2016) Halle (Saale). Was vor Monaten noch mit einem Fragezeichen versehen worden war, ist für die meisten Teilnehmer des Ökumene-Tages in Halle zur Feststellung geworden: Die Neuapostolische Kirche – Partner in der Ökumene.

Der „Ökumene-Tag für Christen aller Konfessionen“, wie es in der Einladung hieß, wurde durchgeführt von der Ökumenischen Kommission für pastorale Fragen des Bistums Magdeburg, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Sachsen-Anhalt. Und in diesem Jahr war erstmalig die Neuapostolische Kirche (NAK) mit im Boot.

Ein Boot war auch Thema der Lesung in der Kapelle des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara, dem Tagungsort: Die Stillung des Sturmes (Matth. 8, 23-27 nach der Einheitsübersetzung). Hier holten sich die Tagungsteilnehmer im gemeinsamen Gesang und Gebet einen geistlichen Impuls für die kommenden Stunden.

Nach der Begrüßung der etwa achtzig Teilnehmer durch Pfarrer Jürgen Dittrich, Vorsitzender der Landes-ACK, begannen hier im Elisabeth-Saal die Vorträge zum Thema: Warum ist die Neuapostolische Kirche heute Partner der Ökumene. Nacheinander sprachen Dr. Harald Lamprecht, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen und Jens Korbien, Apostel in der Neuapostolischen Kirche Mitteldeutschland.

Dr. Lamprecht stellte seine Ausführungen unter das Bibelwort „…damit sie alle eins seien.“ (Joh. 17, aus 21. LÜ von 1984). Grundlage sind die Basisformel des ÖRK (Charta Ökumenica), die uns alle verbindet und die Bibel, die Heilige Schrift. Darüber hinaus gibt es Unterschiede u.a. im Kirchenverständnis, der Amtsstruktur, des Sakramentsverständnisses, der Eschatologie. Ziel ist die „Einheit in der Vielfalt“. Dieser Satz wurde des Öfteren zitiert, ebenso wie Aussagen von Prof. Dr. Helmut Obst, der ein bekannter und engagierter Wegbereiter der Ökumene war und ist.

Wesentliche Schritte der NAK in Richtung Ökumene waren lt. Dr. Lamprecht der Öffnungsprozess innerhalb derselben seit den 1990er Jahren unter Stammapostel Richard Fehr sowie die Erarbeitung und Herausgabe des „Katechismus der Neuapostolischen Kirche“ im Jahre 2012.

Trotzdem, so mahnte der Redner, gibt es noch viel zu tun, aber der Anfang ist gemacht.

Dem stimmte der zweite Hauptredner des Tages, Apostel Korbien, vollumfänglich zu. Da Dr. Lamprecht bereits auf die Geschichte der NAK eingegangen war, brauchte sein Nachfolger am Mikrofon dies nicht zu wiederholen. Er ergänzte diese Ausführungen jedoch durch persönliche Erfahrungen. Man wird die Geschichte und Entwicklung einer Kirche besser verstehen, wenn man die Motive des Handelns und die Lebensumstände der Menschen kennt, die in dieser Kirche ihren Glauben in der Vergangenheit gelebt haben und in der Gegenwart leben. Der Apostel sah die stattfindende Tagung – vor mehr als einem Jahr begannen die gemeinsamen Vorbereitungen – als Zeichen des gewachsenen Vertrauens, als ständigen Prozess des Kennenlernens und benannte Motivation und Ziel der NAK: Gastmitgliedschaft in der ACK auf allen Ebenen (in den nächsten Jahren).

Ebenso sprach er auch offene, noch zu klärende, Fragen und Wünsche seiner Kirche an die anderen Mitglieder in der ACK an. Das betrifft u.a. das Verhältnis von Wassertaufe und Versiegelung, die Eschatologie und das Entschlafenenwesen sowie die Wahrnehmung der NAK als christliche Kirche.

Anschließend moderierte Pfarrer Dittrich eine kleine Fragerunde an beide Referenten, wo Fragen des praktischen Lebens der Kirchen miteinander im Vordergrund standen.

Nach der Stärkung in der Mittagspause wurde das Kennenlernen in vier Arbeitsgruppen fortgesetzt:

  • Gottesdienst
  • Weitergabe des Glaubens
  • Amt und Verantwortung
  • Feste im Jahresablauf

Da von allen Konfessionen Teilnehmer in jeder Arbeitsgruppe waren, erfolgten ein reger Gedanken- und Erfahrungsaustausch.

Höhepunkt und feierlicher Abschluss des Ökumene-Tages war der ökumenische Gottesdienst in der Probsteikirche St. Franziskus und St. Elisabeth. Die Liturgie wurde gestaltet durch Vertreter

  • des Bistums Magdeburg,
  • der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland,
  • der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde,
  • der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig,
  • der Evangelisch-methodistischen Kirche,
  • der Freien evangelischen Gemeinde,
  • der Armenisch-Apostolischen Kirche,
  • des Apostelamtes Jesu Christi,
  • der Neuapostolischen Kirche.

Die gelungene musikalische Umrahmung hatten ein Bläserquartett und der Chor der neuapostolischen Gemeinde Halle (Saale) übernommen, unterstützt vom Organisten. Die Predigt zum Thema: „Gott loben – das ist unser Amt“, basierend auf Worten aus dem Lobgesang des Zacharias (nach Luk. 1, ab Vers 68 ff, LÜ von 1984) hielt Pastorin Brigitte Neumeister, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Lutherstadt Wittenberg.

Zu diesem Gottesdienst waren mehr als einhundert Gläubige gekommen, darunter viele Mitglieder der NAK, welche dieses Gotteshaus zu allermeist das erste Mal von innen gesehen haben.

Autor: B.Z./Fotos: B.Z.; F.N.

Vorwort und Programm

Anmeldung

Teilnehmer im Elisabeth-Saal

Begrüßung durch Pfarrer Dittrich

Referent Dr. Lamprecht

Referent Apostel Korbien

In den Gesprächsgruppen

Dankesworte an die Referenten

Festgemeinde zum Ökumenischen Gottesdienst

Akteure zur Liturgie

Chor der neuapostolischen Gemeinde Halle

Das Bläserquartett

Lesung des Bibelwortes vor der Predigt

Pastorin Neumeister bei ihrer Predigt

Chor und Instrumentalisten

Organist und Trompeter

Geschenke Gottes symbolisch am Altar

Der Altar des Gotteshauses

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