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Erste Kinderkirchennacht in Gräfenroda

(03.04.2015) Gräfenroda. Eine wertvolle Erfahrung – die Kinder der Gemeinde begeben sich in das Karfreitagsgeschehen.

Ein schwieriges Thema für Kinder – Karfreitag. Wenige Monate zuvor lag das süße Jesuskindlein an Weihnachten noch in der Krippe im Stall. Nun steht Jesus als Mann, gedemütigt und blutend, verhöhnt und beschimpft, auf einem Berg, wo die Verbrecher gekreuzigt werden.

Genau darum ging es in unserer ersten Kinderkirchennacht. Um dieses Geschehen den Kindern näherzubringen und den Leidensweg Jesu nachzuzeichnen, haben wir die Nacht zum Karfreitag in unserer Kirche verbracht.

Unser Vorhaben umschloss, die biblische Geschichte von damals ein Stück nachzubilden – angefangen vom Abendmahl mit Brot brechen und (Kinder-)Wein trinken über Altarschmuck zu diesem Thema, „Kreuz zimmern“, „ein Stück des Weges das Kreuz tragen“ bis hin zu einen Moment Stille wahrnehmen, um anschließend gemeinsam die Nacht im Nebenraum zu schlafen.

Kay, der Sonntagsschullehrer aus Crawinkel, hatte ein Kreuz gebaut, an dem die Kinder anschaulich merken konnten, wie schwer es ist, einen Nagel in ein Kreuz zu schlagen. Anschließend konnte jeder sein eigenes Kreuz bauen, auch das war sinnbildlich: keines glich dem anderen. Am Altar befand sich ein Kelch, der mit Wein gefüllt wurde. Eine weiße Rose symbolisierte den unschuldigen Jesus sowie zwölf rote Rosen für jeden der Jünger. Diese roten Rosen versinnbildlichten dabei das vergossene Blut. Ein Schwamm mit Essig, die Dornenkrone und das Kreuz wurden liebevoll von den Kindern hergerichtet. Nun trafen sich alle, um Tischgemeinschaft zu erleben. Wir brachen das Brot, tranken Wein(!) und schauten uns Abendmahlshostien an, deren Gestaltung mit dem Erlebten dieses Abends viel begreiflicher wurde.

Nach einer Spielpause machten wir uns auf den Weg durch die Nacht, fackelbeleuchtet ging es nach Liebenstein. Dort kehrten wir überraschend bei unseren Geschwistern Morgenbrodt ein, die diesen Besuch mit leckerem Eis belohnten. Im nächtlichen Mondschein verharrten wir Momente in Stille, um danach singend zurück in unser Gemeindezentrum zu laufen.

Abschließend trafen wir uns alle im dunklen Kirchensaal am Altar und hörten von Wiebke die Ostergeschichte. Somit war jedem Kind klar, dass die Traurigkeit des Karfreitags nicht bleibt, sondern in Freude umschlagen wird. Ostern – ER lebt!

S.M.

online seit 24.04.2015
Kategorien: Kinder

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