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20. Gemeindefest in Falkenberg

(06.07.2014) Falkenberg/Elster. Am 6. Juli 2014 fand gleich im Anschluss an den Gottesdienst für Entschlafene unser diesjähriges Gemeindefest statt. Entschlafenengottesdienst und Gemeindefest – passt das denn zusammen?

Dass beides sehr wohl zueinander passt und nicht im Widerspruch zueinander steht, haben wir dieses Mal erlebt.

Der Gottesdienst begann um 10.00 Uhr mit einer vorbereiteten und festlich gekleideten Gemeinde. Es war sehr warm und die Brüder in ihren Jacketts fanden das sicherlich nicht allzu prickelnd. Aber die Gottesdienstzeit verging wie im Fluge. Wir erlebten, dass ein Gottesdienst für Entschlafene kein Trauergottesdienst ist, sondern große Freude im Diesseits und Jenseits bewirkt.

Nach dem Gottesdienst gab es eine kurze Pause, welche von den Geschwistern genutzt wurde, die Kirchenkleidung gegen Freizeitkleidung zu tauschen. Plötzlich sahen die Geschwister ganz anders aus: bunte Blusen, T-Shirts und kurze Hosen bestimmten nun das Bild in der Kirche und auf dem Kirchengelände.

Das Gemeindefest stand unter dem Motto: Geben ist seliger denn nehmen. An dieser Stelle sei allen Dank gesagt, die sich dieses Motto in der Vorbereitung und Durchführung des Gemeindefestes zu Herzen genommen haben.

Gegen 11.15 Uhr versammelten wir uns wieder in der Kirche. Die Kinder und ihre Betreuerinnen trugen ein modernes Märchen vor, überschrieben mit dem Titel „Hänsel und Gretel – Not ist kein Märchen“. Hänsel lebt in Europa, ihm geht es gut, er hat sauberes und gutes Wasser zum Leben, Baden und sogar zum Zeichnen. Gretel lebt irgendwo in Afrika, muss stundenlang zu einer schmutzigen Wasserstelle laufen, muss dieses schmutzige Wasser nach Hause tragen und damit auch den Durst löschen. Dieses Märchen, was kein Märchen ist, wie wir alle wissen, wurde abwechselnd von den Kindern und Betreuerinnen vorgelesen und mit einem Bildervortrag untermalt. Alle waren freudig bei der Sache.

Zwischenzeitlich waren draußen fleißige Hände bei der Arbeit, um das Mittagessen vorzubereiten. Grills, Kochtöpfe und Schüsseln standen bereit und man konnte erahnen, dass hier leckere Speisen zubereitet werden.

Aber noch war es nicht soweit, jeder suchte sich ein Plätzchen und es dauerte nicht lange, dann waren Gespräche über Dieses und Jenes im vollen Gange.

Nachdem die Grillmeister ihre Arbeit beendet hatten, ging es los: Bratwurst, Pferdebockwurst, Wiener mit Brötchen, Steaks wurden nun verzehrt. Auch wenn alles vom Pappteller gegessen wurde, tat das dem großen Appetit keinen Abbruch.

Nach dem Essen ging es weiter, für den gewohnten Mittagsschlaf war keine Zeit. In der Kirche wurden in Wort und Bild Impressionen vom Internationalen Kirchentag gezeigt. Ein großartiges Erleben, war man doch so richtig mittendrin, zumal durch eigene Aufnahmen von Geschwistern vor allem auch viele bekannte Gesichter zu sehen waren. Gemeinsam sangen wir zum Abschluss den IKT-Song „Singt ein Lied von Gott“.

Die Verbindung zur Ewigkeit wurde wieder lebendig, als der Jugendpriester vom Erleben des Besuchs im Mittelbau Dora (in der Nähe von Nordhausen) am Vortag des Gottesdienstes für Entschlafene erzählte. Dieser Ort war eine unterirdische Produktionsstätte von V2–Raketen für den Zweiten Weltkrieg. Nur wer selbst sich das einmal angeschaut hat, kann ermessen, was einerseits technisch von Menschen geleistet wurde, andererseits aber Menschen unter unmenschlichen Zu- und Umständen grausam behandelt, gequält und umgebracht wurden.

Vor dem Kaffeetrinken gab es in der Kirche noch etwas Besonderes: Das Geheimnis um die Aktion „Gemeinde im Schuhkarton“ wurde gelüftet. Unser Schuhkarton befindet sich nun in der Gemeinde Nußdorf bei Stuttgart und wir haben einen Karton von der Gemeinde Mühlheim-Mitte. Es war schon sehr interessant zu erfahren, wie es zu diesem Karton kam. Nun sind alle Geschwister aufgerufen zu überlegen, wie die neuen Partnerschaften mit Leben erfüllt werden können.

Fast konnte man den Kaffeeduft in der Kirche riechen, jetzt gab es kein Halten mehr, es wurde nun draußen Kaffee getrunken. Bei schönstem Sonnenschein saßen wir beieinander, es wurde geredet, gescherzt und gelacht.

Für die Kinder war ein großes Trampolin aufgebaut, wo sie richtig toben konnten.

So langsam ging dieses Gemeindefest zu Ende. Nach und nach wurde sich voneinander verabschiedet mit einstimmiger Meinung: es war ein schöner gelungener Tag. Am Vormittag die Freude der Erlösung in den Bereichen der Ewigkeit, am Nachmittag die Freude der Geschwister beim Zusammensein.

Entschlafenengottesdienst und Gemeindefest – passt das denn zusammen?
Natürlich, es passt zusammen. Wir können nur empfehlen, es selbst einmal auszuprobieren.

Text:. K.T.; Bilder: A.K. u. D.F.

 

online seit 18.07.2014
Kategorien: Gemeindeleben

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