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Vorsteherwechsel und Versiegelung in der Gemeinde Erfurt

(28.06.2015) Erfurt. Es war ein herausragendes Ereignis für die Gemeinde Erfurt: Die Kirche war vollbesetzt und jeder freute sich auf diesen Festgottesdienst mit Apostel Rolf Wosnitzka. Dem kleinen Paul wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet. Der bisherige Vorsteher, Hirte Reiner Wipke, wurde in den Ruhestand versetzt. Priester Rainer Bley erhielt das Evangelistenamt und den Auftrag, die Gemeinde als Vorsteher zu leiten.

Als Grundlage für diesen Gottesdienst diente das Bibelwort, mit dem der Stammapostel am 21. Juni 2015 in Wien gedient hat:

 

„So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle“ (Epheser 3, 18.19).

 

„Was erwarten wir von Gott?“, fragte Apostel Wosnitzka zu Beginn die Gemeinde.

Sind es Lebensentscheidungen, Belastungen, die er uns abnimmt, oder Aufgaben, die Gott für uns erledigen soll?

Gott können wir nicht in diese Schublade stecken! Gott ist ein Berater, aber er trifft nicht unsere Entscheidungen. Das müssen wir selbst tun.

 

Paulus beschreibt, dass Jesus in uns wohnt. Gott können wir durch die Liebe zu Jesus Christus erleben. Gott will uns heute die Dimensionen der göttlichen Liebe zeigen. Seine Liebe ist so groß, dass wir sie nicht immer begreifen können.

 

Die Breite können wir als flächendeckend verstehen. Jesus war für die Ehebrecherin da. Das Urteil sollte vollstreckt werden. Alle warteten bereits darauf. Für sie war die Situation hoffnungslos und aussichtslos. Jesus schenkte ihr ein Stück Vertrauen und Liebe. Jesus und die göttliche Liebe ist für jeden da. Flächendeckend.

 

Die Länge der göttlichen Liebe bedeutet die Geduld mit dir und mir. Wir müssen auch Geduld mit Gott haben. Die Zusage Gottes im Paradies, ich will euch einen Erlöser senden, erforderte viel Geduld. Die Zusage Jesu, dass er wiederkommen wird, erfordert auch heute viel Geduld. Die Frage, darf ich wiederkommen mit derselben Schuld, zeigt die große Geduld Gottes.

 

Als Tiefe verstehen wir, dass die göttliche Liebe nicht an der Oberfläche bleibt. In die Tiefe des Herzens, unseres Inneren kann die Liebe Gottes wirken.

 

Paulus schrieb von einem Mann, der in den dritten Himmel gehoben wurde. Über Krankheiten, Belastungen und Prüfungen kann die Liebe Gottes uns erheben. Die Gemeinschaft mit Gott und seinem Sohn ist die Höhe der göttlichen Liebe.

 

In seinem Predigtbeitrag erinnerte sich Hirte Wipke an besondere Glücksmomente, als beispielsweise Stammapostel Leber in Erfurt war und sich beide sehr lange bei einem Stadtrundgang unterhalten konnten.

 

Hirte Wipke bedankte sich bei seiner Familie für die Unterstützung und die Entbehrungen durch seine Amtstätigkeit. Er dankte der Gemeinde, den Amtsträgern und seinen Vorangängern.

„Kritik, wenn sie berechtigt ist, nimmt man sich zu Herzen, ansonsten nur zur Kenntnis.“ So dankte er auch für die konstruktive Zusammenarbeit in der Gemeinde.

„Als dunkelhaariger Jüngling bin ich in den Kreis der Vorsteher gekommen. Als Grauhaariger verlasse ich diesen Kreis wieder,“ sagte voller Dankbarkeit der Hirte zum Abschluss seines Mitdienens.

 

Bischof Ralph Wittich bestätigte in seinem Predigtbeitrag in Bezug auf das Vorsteheramt: „Wir bekommen nicht nur Lasten auferlegt, sondern erleben auch sehr viel Schönes. Der neue Vorsteher ist Vogtländer, wie ich. Schenkt ihm euer Herz!“

 

Mit den Worten: „Wir müssen in den vier Dimensionen der göttlichen Liebe zu finden sein! Wir wollen vergeben. Das wünsche ich uns allen“, leitete Apostel Wosnitzka zur Feier des Heiligen Abendmahles über.

 

Kinderchor, Instrumentalisten, Männerchor, Jugendchor und Gemeindechor verschönerten den Gottesdienst mit einem sehr abwechslungsreichen Programm.

 

 

 

Nach der Sündenvergebung empfing der kleine Paul das Sakrament der Heiligen Versiegelung.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde Hirte Reiner Wipke, ein enger Freund und Wegbegleiter des Apostels, in den Ruhestand versetzt. Bezirksältester Holger Niebhagen überreichte ihm zum Abschied unter anderem einen „Baum“ mit den Fingerabdrücken der Gemeindemitglieder von Erfurt.

 

Priester Rainer Bley erhielt das Evangelistenamt und wurde als neuer Vorsteher für die Gemeinde Erfurt beauftragt. Ein "Markenzeichen" unserer Kirche ist die Seelsorge. Apostel Wosnitzka rief zu intensiverer Seelsorge auf.

 

 

 

Liebevolle Hände hatten nach dem Gottesdienst einen reichhaltigen Imbiss vorbreitet, der sehr gern angenommen wurde.

 

Text / Fotos: A.N.

online seit 29.06.2015
Kategorien: Gemeindeleben, Startseite, Regionale Meldungen

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