Sie befinden sich auf dem Archiv der Website der Neuapostolischen Kirche Mitteldeutschland.
Seit dem 19.6. ist unsere neue Website zu finden unter: http://www.nak-nordost.de

Zeige uns den Weg – zum Segen

(11.08.2013) Bautzen. Lange und mit großer Vorfreude war er erwartet worden, der Festgottesdienst am Sonntag, dem 11. August 2013, den Bezirksapostel Klingler in Begleitung von Bischof Matthes in Bautzen feierte.

Die Gemeinden Bischofswerda und Bautzen konnten einen Gottesdienst mit Sakraments- und Segensspendung erleben. Zum einen empfingen drei Kinder und ein Erwachsener aus der Gemeinde Bautzen das Sakrament der Heiligen Versiegelung und zum anderen Diakon Roland Martschei – „der Orgelbauer“ – und seine Frau Sylvia den Segen zur silbernen Hochzeit.

Vor der Versiegelung sang der Kinderchor ein Lied. Der Bezirksapostel bat die Kinder, während der Handlung gleich stehen zu bleiben. Somit konnten sie einmal ganz nah miterleben, wie die Heilige Versiegelung abläuft. Immer wieder sprach der Bezirksapostel während seiner Ansprache die Kinder mit an.

Vor der Segenshandlung wurde das Silberhochzeitspaar von seinen Kindern mit einem Vortrag des „Air“ von Johann Sebastian Bach überrascht. Dieses Musikstück inspirierte den Bezirksapostel zu folgenden Gedanken: Wenn Mann und Frau in einem Boot sitzen und sie dann die Segel setzen, treibt sie die Luft, der Wind des Heiligen Geistes in eine Richtung. Als Bibelwort gab er dem Jubelpaar den Satz „Der Herr denkt an uns und segnet uns“ (Psalm 115, aus 12) mit auf den Weg.

Kerngedanken aus dem Gottesdienst:

Als Bibelwort diente Psalm 115,11: „Die ihr den Herrn fürchtet, hoffet auf den Herrn! Er ist ihre Hilfe und Schild.“

Gleich zu Beginn ging der Bezirksapostel auf die vom Chor vorgetragene Bitte „Zeige uns den Weg“ ein. Er wies darauf hin, dass es dabei weniger um das alltägliche Leben geht. Vielmehr geht es um die Bitte: Zeige uns den Weg zum Segen oder auch, wie es im Lied heißt, zur Herrlichkeit, also hin zu Gott selbst. Diese Wegweisung führt in ein tiefes Gottvertrauen. Sich ihm anzuvertrauen, das Leben in seine Hände zu geben, damit ein Stück den eigenen Willen, die eigenen Gedanken loszulassen ist dabei ein zentraler Punkt. So kann Gott den Weg weisen, der letztlich in seine Herrlichkeit, in die ewige Gemeinschaft mit ihm, mit seinem Sohn führt.

In diesem Zusammenhang steht auch die Gottesfurcht, die im Bibelwort angesprochen wird. Was ist diese Gottesfurcht? Das machte der Bezirksapostel an Beispielen deutlich:

Joseph – seine bewusste Entscheidung gegen die Sünde, mit der Konsequenz, das dies für ihn lange Zeit negative Folgen hatte. Er hatte sich für den Willen seines Gottes entschieden, obwohl er auch hätte sagen können: „Es sieht ja keiner, ich bin weit weg von zu Hause, hier gilt das alles nicht, ich könnte vielleicht Vorteile davon haben.“ Joseph stellte Gott an erste Stelle, wollte ihn nicht betrüben, nahm dafür große Nachteile in Kauf, war aber am Ende gesegnet und ein großer Segen auch für seine Brüder.

Mose – er verhandelte mit dem Pharao, das Volk freizulassen. Pharao fürchtete Gott solange, wie Plagen in seinem Land waren, dann war das wieder vergessen und die Härte des Herzens wieder da. Das war kein Anerkennen der Größe Gottes, nur menschliche Furcht.

Gideon – er war mit seiner Armee den Feinden schon weit unterlegen, bekam von Gott dann auch noch den Auftrag, alle Waffen abzulegen und mit Tonkrügen, Fackeln und Posaunen in den Kampf zu ziehen. Nach menschlichen Gedanken unmöglich, zu siegen. Gott hat den Sieg geschenkt!

Gottesfurcht ist also, Gott an die erste Stelle zu setzen, ihm die gebührende Ehre zu geben und anzuerkennen, dass er der einzig wahre Gott ist, der alles kann, der größer ist als alle Bedenken und Überlegungen, die wir anstellen können.

Auch wir haben manchmal zu kämpfen im Alltag, im Beruf, in Familie und Gemeinde.

Eine besondere Hilfe in diesen Kämpfen ist das Gebet. Darin können wir mit dem Herrn über die schwierigen Situationen sprechen, bevor wir unüberlegt und im Zorn handeln.

Apostel Paulus empfiehlt uns im Epheserbrief, die Waffenrüstung Gottes anzulegen. Unter diesem Aspekt stellte der Bezirksapostel den Helm des Heils als Schutz für den Kopf und somit auch für unsere Gedanken heraus. Dieser Helm ist ein wichtiger Schutz gegen giftige Pfeile gottfeindlicher Geister, die auf unsere Gedankenwelt zielen. Es kann sehr schnell geschehen, dass unsere Gedanken vergiftet werden. Dieser Helm schützt uns davor.

Bischof Matthes betonte in seiner Predigt die Wichtigkeit, über den Glauben zu reden und zu bekennen, was der Herr schon Großes an uns getan hat.

Der Festgottesdienst wurde durch vielseitige Musikbeiträge mitgestaltet.

Text: M. F. und R. H., Fotos: M. V.

online seit 02.09.2013
Kategorien: Jubiläen/Festtage, Startseite, Regionale Meldungen

Weiterempfehlen

 
in nacworld