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Festgottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche Aschersleben

(17.06.2015) Aschersleben. Am Mittwoch, dem 17.06.2015, hielt Bezirksapostel Wilfried Klingler, begleitet von Apostel Jens Korbien, einen Festgottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche Aschersleben.

Da die neuapostolische Kirche in Aschersleben seit Januar 2015 grundlegend umgebaut und saniert wird, fand sich die Gemeinde in dem katholischen Gotteshaus zusammen, um in der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts nach nunmehr 3 Jahren wieder einen Gottesdienst mit dem Bezirksapostel zu erleben.

Dem Gottesdienst legte der Bezirksapostel das Bibelwort Markus 10, 52 zugrunde:

"Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege."

Eingehend auf das zu Beginn des Gottesdienstes verklungene Chorlied "Meine Seele ist stille in dir" (Klaus Heizmann) erläuterte der Bezirksapostel, dass der Glaube unserer Seele Zuversicht und Kraft gibt. Die daraus resultierende Stille der Seele ist keine Sprachlosigkeit, sondern eine innere Ruhe im Vertrauen auf die Hilfe Gottes.

Der Glaube an Gott den Schöpfer, insbesondere aber an seinen Sohn Jesus Christus, stand auch in der Folge im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Zunächst ging der Bezirksapostel auf die biblische Begebenheit ein, als Petrus dem Herrn Jesus auf dem Wasser entgegen ging. Als er seinen Verstand einsetzte und das aktuelle Geschehen hinterfragte, begann er zu sinken. Und dennoch streckte Jesus ihm seine helfende Hand entgegen und zog ihn wieder hinauf. Auch wir wollen heute vieles erklären, wollen das Wirken Gottes verstehen. Glauben heißt aber, Gott und seine Wunder ohne menschliches Hinterfragen anzunehmen. Immer wieder wollen wir dabei die Hand des Herrn ergreifen und uns von ihm ziehen lassen.

Dabei wollen und können wir Gott und seinen Sohn nicht erklären, wir müssen glauben. Jesus ist nicht nur Bruder, sondern Erlöser, Teil der Dreieinigkeit Gottes, der Weg zum ewigen Leben. Wenn wir Jesus nur als Bruder sehen, hören wir auf, ihn zu bestaunen.

Die Juden zu Lebzeiten Jesu konnten dies nicht. Sie bezogen sich auf Mose und verlangten mindestens die gleichen Wunder von Jesus Christus. Der Gottessohn zeigte seine Macht durch viele Wunder: Aber nicht um die Menschen zum Glauben zu bringen, sondern um zu zeigen, wer er ist. Auch heute meinen wir oft, der Glaube zeigt sich in Wundern, ja wir wollen die Wunder durch unseren Glauben erzwingen. Gott muss und wird sich nicht in Wundern beweisen. Wir wollen auf ihn vertrauen und an ihn glauben.

Apostel Korbien ging in seinem Predigtbeitrag auf das Dienen des Bezirksapostels ein und stellte heraus, was der Unterschied zwischen der Predigt und einem Vortrag ist. Ein Vortrag vertieft das Wissen und Verstehen. Die Predigt hingegen vertieft den Glauben, ohne dass wir Gott und sein Wirken verstehen. Oft zeigt sich der Glaube auch in schweren Situationen. Er mündet nur selten in einem Wunder, gleichwohl hilft der Glaube gerade durch Leiden hindurch.

Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls und den Schlusssegen hatte die Gemeinde noch die Möglichkeit, sich von den Aposteln zu verabschieden.

Ein besonderer Dank gilt auch dem katholischen Pfarramt Aschersleben, welches der neuapostolischen Gemeinde während des mehrmonatigen Kirchenumbaus durch Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten die Möglichkeit gibt, weiterhin ein aktives Gemeindeleben zu pflegen und regelmäßig Gottesdienste am Ort zu erleben.

Text: M.K./ Fotos: J.T./M.K.

online seit 22.06.2015
Kategorien: Gemeindeleben, Startseite, Regionale Meldungen

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