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Ökumenisches Festkonzert in der St. Katharinenkirche Buchholz

(28.06.2015) Annaberg-Buchholz. Die Kantorei St. Katharinen Buchholz feierte ihren 350. Geburtstag mit vielen Chorsängern verschiedener christlicher Konfessionen. Auch Glaubensgeschwister der neuapostolischen Kirchengemeinden aus der Region Annaberg-Buchholz wirkten mit.

Nachdem im Juni 2014 bereits ein gemeinsames Chorkonzert in der Neuapostolischen Kirche Annaberg stattgefunden hatte, lud Kantor Hartig alle Mitwirkenden ein, auch bei dem diesjährigen Festkonzert in der St. Katharinenkirche mitzusingen.

Das Jubiläum wurde mit viel Musik gefeiert. Rund 120 Sängerinnen und Sänger bildeten unter der Leitung von Kantor Raimar Hartig einen großen Chor. Die Konfessionen spielten dabei keine Rolle. Die Ausführenden kamen von der Pauluskirche Sehma, Lutherkirche Cunersdorf, St. Annenkirche Annaberg, Lutherkirche Kleinrückerswalde, Ev.-Luth. Kirche Mildenau, Landeskirchlichen Gemeinschaft Buchholz, St. Katharinen Buchholz und den neuapostolischen Kirchengemeinden Sprengel Annaberg-Buchholz. Des Weiteren wirkten mit das Blechbläserensemble Tobias Vogel und Collegium Musicum St. Annen.
„Musik ist am besten geeignet, Grenzen zu überwinden ...“, sagte Kantor Raimar Hartig.

Zu hören war ein buntes Festprogramm Kirchenmusik von alten und neuen Meistern bis hin zu Liedern, die im Laufe der Zeit zu Volksliedgut wurden. In einer interessanten Fassung wurde „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ vorgetragen. Der Text stammt von Paul Gerhardt (1607-1676), die Melodie von Augustin Harder (1775 -1813), in einer Bearbeitung von Rudolf Mauersberger (1889-1971), geboren in Mauersberg in der Nähe von Annaberg-Buchholz und von 1930 bis 1971 Kreuzkantor in Dresden.
Von Johann Sebastian Bach (1685-1750) war „Lobet den Herren“ und „Nun danket alle Gott“ im Konzert vertreten und das Highlight bildete „Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).

Viele Glückwünsche und Ehrungen erhielt die Kantorei Buchholz zu ihrem Jubiläum. Auch wir wünschen der Kantorei und Raimar Hartig alles Gute und vor allem Gottes Segen für viele weitere erfolgreiche Jahre musikalischer Tätigkeit.

Text SSR
Fotos A.K. u. SSR

Fotogalerie

Historisches

Erste Erwähnungen der Kantorei Buchholz reichen bis in das Jahr 1612 und die der Kirchenmusik noch früher zurück. Doch das Jahr 1665 gilt gesichert als Gründungsjahr.

„Die Stadt Buchholz ist 1501 als Silberbergbaustadt "St. Catharinenberg im Buchenholze" gegründet worden und war eine selbstständige Stadt, bis sie nach dem 2. Weltkrieg mit Annaberg zu einer Doppelstadt vereinigt wurde. 1506 wird zum ersten Mal ein Kirchbau erwähnt. Im Jahre 1594 erhielt die Kirchgemeinde einen Altar mit Bildern aus der Werkstatt von Hans Hesse (etwa 1470 - nach 1539). Der Altar stammte aus der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters von Annaberg. Es ist ein Flügelaltar mit drei wandelbaren Bildfolgen. Der Altar hat die Zerstörung der Kirche 1945 in der Sakristei überstanden. So konnte er nach umfassender Restaurierung als Hauptaltar genau nach 400 Jahren 1994 wieder im Chorraum von St. Katharinen wiedergeweiht werden. Alles wurde vernichtet, als bei einem Fliegerangriff auf Buchholz mit Brandbomben in der Nacht vom 14.-15. Februar 1945 die Kirche völlig ausbrannte, so dass nur die Umfassungsmauern stehen blieben und vom Turm die Spitze fehlte. Die Kirchgemeinde hat den Wiederaufbau in schwieriger Zeit betrieben und die Gottesdienste im Gemeindesaal bzw. der Friedhofskirche gehalten. Im Jahre 1965 wurde eine niedrigere Turmspitze mit vier neuen Bronzeglocken auf den Turm gebracht. Im Oktober 1981 konnte dann endlich die St. Katharinenkirche wiedergeweiht werden. Die neue Jehmlich – Orgel (Dresden) mit 2 Manualen und 27 Registern wurde 1990 geweiht.“

(Quelle: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Annaberg-Buchholz)

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