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Hörgeschädigten-Seelsorge in Mitteldeutschland

Gottesdienste in Lautsprache mit lautsprachbegleitenden Gebärden gibt es in der Neuapostolischen Kirche seit fast 50 Jahren. Nach dem ersten Gottesdienst in Gebärdensprache 1963 in Nordrhein-Westfalen folgten solche Gottesdienste in ganz Deutschland: 1975 fand der erste Gottesdienst für Hörgeschädigte in Niedersachsen statt, 1978 in Hamburg, 1982 in Hessen, 1986 in Süddeutschland und 1989 in Berlin.

Inzwischen sind diese Gottesdienste zu einem regelmäßigen Angebot geworden. Heute gibt es einmal im Jahr zusätzlich ein überregionales Treffen für alle hörgeschädigten Glaubensgeschwister in Deutschland und der Schweiz.

In jeder Gebietskirche ist eine „Hörgeschädigten-Gemeinde“ entstanden, die von eigens dafür beauftragten Amtsträgern betreut wird. In Mitteldeutschland gibt es zur Zeit etwa 45 hörgeschädigte Glaubensgeschwister.

1975 Beginn in Niedersachsen

In Niedersachsen wurden ab 1975 Gottesdienste in Gebärdensprache zunächst in Hildesheim und Braunschweig angeboten, und zwar parallel zu den Nachmittagsgottesdiensten. Als Verantwortlichen für die Organisation und Durchführung hatte Bezirksapostel Steinweg den damaligen Priester und späteren Bischof Rainer Knigge beauftragt.

1989 entschied man sich, die Gottesdienste für Hörgeschädigte gemeinsam mit Hörenden durchzuführen, die Zahl der Gottesdienstorte zu erweitern und Seminare anzubieten, die Hörgeschädigten die Grundlagen des neuapostolischen Glaubens vermitteln.

Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen der hörgeschädigten Glaubensgeschwister aus Deutschland im Juni 2001 in Hildesheim.

2004 Beginn in Sachsen-Anhalt und Sachsen/Thüringen

Im Jahr 2004 gab Bezirksapostel Klingler den Impuls, Gottesdienste für Hörgeschädigte auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen/Thüringen anzubieten. Sie wurden zunächst von Amtsträgern aus Niedersachsen gehalten.

Inzwischen halten auch Priester aus Sachsen/Thüringen Gottesdienste in Gebärdensprache. Mehrere Glaubensgeschwister - vorwiegend Jugendliche - erlernen die Gebärdensprache und unterstützen die Amtsträger bei der Durchführung der Gottesdienste.

Ein herausragendes Ereignis war das Treffen der hörgeschädigten Glaubensgeschwister aus Deutschland und der Schweiz im September 2006 in Leipzig.
Sechs Jahre später, Anfang Juni 2012, traf man sich erneut in Mitteldeutschland, diesmal in Magdeburg.

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