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Stimmt mit ein - Musik zum Anfassen

(09.06.2013) Plothen. Am 7. Juni war es wieder soweit: Start frei für die zweite mehrtägige Kinderfreizeit für die Kinder der Kirchenbezirke Gera und Plauen. Die Umwelt-Jugendherberge „Am Hausteich“ in Plothen war wie bereits in 2011 hierfür der ideale Veranstaltungsort. Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Musik.

Tagelanger, großflächiger Dauerregen und Hochwasser hatten weite Landesteile von Sachsen und Thüringen fest im Griff. Sorgenvoll blickten wir der Kinderfreizeit entgegen. Doch Mitte der Woche entspannte sich die Hochwasserlage im Vogtland und rund um das Teichgebiet im Saale-Orla-Kreis etwas. Mit großer Dankbarkeit im Herzen, bester Laune und reichlich Gepäck machten wir uns auf den Weg in das „Land der tausend Teiche“ – wie das Plothener Teichgebiet im Ostthüringer Schiefergebirge auch genannt wird.

Freitag - Ankunft

Ab 16 Uhr strömten unablässig Kinder, Eltern und Betreuer auf das Gelände der Jugendherberge. Geordnetes Chaos und emsige Betriebsamkeit, soweit das Auge reichte. Am Check-in wartete die erste Überraschung auf alle Neuankömmlinge: Mit wem würde man wohl an diesem Wochenende das Zimmer teilen? Tasche abstellen und Bett beziehen, das musste recht schnell passieren, denn die Jugendherberge mit ihren weitläufigen Außenanlagen – idyllisch am größten Teich des Landschafts- und Naturschutzgebietes gelegen – lud zu ersten Streifzügen ein. Am Lagerfeuer klang der Abend gemütlich aus.

Samstag - Musik zum Anfassen

Nach der ersten Nacht starteten um 7 Uhr ein paar Sportbegeisterte mit Evangelist Dirk Mörchel, dem Beauftragten für Kinder im Kirchenbezirk Plauen, mit Frühsport in den Tag. Anschließend lockte das reichhaltige Frühstücksbuffet.

Im Anschluss daran wurde die Kinder-Musikfreizeit offiziell eröffnet, die 6 Workshop-LeiterInnen vorgestellt und die Kinder erfuhren, was im Tagesverlauf alles für sie vorbereitet worden war.
Die nächsten Stunden waren angefüllt mit spannenden Proben. Aus den Seminar- und Gruppenräumen, vom Bootssteg und aus dem Speisesaal, der kurzerhand zum Kinderchor-Probenraum umfunktioniert worden war, hallten vielfältige musikalische Klänge über den Plothener Hausteich. Auf der Wiese hinter dem „Wasserhaus“ hämmerten und tapezierten ein paar Kinder unter fachkundiger Anleitung. Denn hier entstand ein ganz spezielles Haus Marke „Eigenbau“ – das als Requisite für das Kinder-Mini-Musical „Die Heilung des Gelähmten“ am Sonntagmorgen dienen sollte. Neben den Workshops bot sich auch die Gelegenheit, die verschiedensten Instrumente "auszuprobieren", wovon die Kinder rege Gebrauch machten.

In den Pausen nutzten die Kinder die verschiedenen Freizeit-Angebote wie z. B. Fußball oder Volleyball spielen, am Ufer des Hausteiches entlang schlendern, Eis schlecken, im Gras sitzen oder liegen, mit (neugewonnenen) Freunden plaudern und lachen, malen und basteln zum Thema „Musik“… Hierfür wurden aus lufttrocknendem Ton Notenschlüssel und Noten hergestellt und farbenfroh bemalt, Papierblumen gebastelt, Blumenbilder ausgemalt. Zudem bestand die Möglichkeit, in der ev. Bergkirche St. Marien zu Schleiz das 6. kleine Orgelkonzert zu besuchen. Unter dem Thema „Wohnen Vögel in der Orgel? – Ein Konzert (nicht nur) für Kinder“ nahm Diakon Stefan Kothner Klein und Groß mit auf eine Reise durch die Zeit und die Epochen der Musikgeschichte und des Orgelbaus.

Wie im Fluge vergingen die Stunden bis zum Abendbrot. Im Anschluss daran fand eine kleine Abendmusik statt. Hier hatten alle Teilnehmer der Workshops Gelegenheit, das Gelernte zu zeigen. Die Zuhörer staunten nicht schlecht, wie viel im Tagesverlauf in den Proben erarbeitet worden war. Mit äußerster Konzentration und Begeisterung zeigten die jungen Musiker – ob Anfänger oder Fortgeschrittene – ihr Können auf der Gitarre, den Streich- und Blasinstrumenten, am Klavier und am Schlagzeug. Der Kinderchor überraschte mit poppigen Musical-Klängen und einem speziellen Sprechgesang.

Danach wurde erneut das Lagerfeuer entfacht. Gegen 22 Uhr war es für unsere Kinder wieder Zeit, in ihre Betten zu schlüpfen. Danach ließen die Erwachsenen – am Feuer sitzend – den Samstagabend mit Gesprächen ausklingen.

Sonntag – "Gute Freunde – Die Heilung des Gelähmten"

Am Sonntagmorgen um 7 Uhr – die Sonne lugte bereits hinter ein paar Wolken hervor – fanden sich wieder ein paar Sportbegeisterte zur Körperertüchtigung ein. Danach wurden die Taschen gepackt, Betten abgezogen und die Zimmer geräumt, um Platz für die nächsten Schlafgäste zu machen. Nach einem reichhaltigen Frühstück schnappten sich die Kinder ihre Decken, um sich ein Plätzchen hinter dem „Wasserhaus“ für den Open-Air-Kindergottesdienst zu sichern.

Der Altarbereich war bereits geschmückt worden: NAK- und Kinder-Freizeit-Fahnen bildeten an der Hauswand den Hintergrund für den Altar. Der am Vortag hergestellte Blumenschmuck wurde vor dem Altar liebevoll arrangiert.

Um 9:45 Uhr richteten sich die Augenpaare von ca. 180 Kindern und Erwachsenen nach vorn. Während die Blechbläser „Welch ein Freund ist unser Jesus“ spielten, positionierten sich die Kinder der Workshop-Gruppe „Theater/Schauspiel“ rund um das selbstgebaute Haus. Dann nahm auch der Kinderchor Aufstellung und los ging es mit dem Kinder-Mini-Musical „Die Heilung des Gelähmten“, das am Vortag einstudiert worden war. In den 8 Szenen nahmen die Kinder alle Gottesdienstteilnehmer mit an den Ort des Geschehens:

"Einen Freund lässt man nicht im Stich", dachten sich die Freunde des gelähmten Mannes. Sie hatten gehört, dass Jesus Menschen heilen kann. Deshalb trugen sie ihn auf seinem Bett zu Jesus. Aber der Zugang zum Haus, indem Jesus eingekehrt ist, ist hoffnungslos versperrt! Doch dann hatten die Freunde eine außergewöhnliche, eine coole Idee. Sie scheuten keine Mühe, trugen ihren Freund auf das Dach und deckten es ab. Ganz langsam ließen sie ihn herab - direkt vor die Füße Jesu. Zunächst vergab er dem Gelähmten seine Sünden. Dann heilte er ihn von seinem Gebrechen.

Nun begann der Kindergottesdienst, dem das Bibelwort Markus 2,11.12 zugrunde lag:

"Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! Und er stand auf, nahm sein Bett und ging alsbald hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben so etwas noch nie gesehen."

Bezirksältester Stefan Standke, der den Gottesdienst leitete, fragte die Kinder, wer bei dem damaligen Geschehen "Die Heilung des Gelähmten" wichtig war:

  • Jesus
  • die Freunde des gelähmten Mannes
  • der Gelähmte

Dem Gelähmten ging es nicht gut. Er war abhängig von anderen. Sein Schicksal war seinen Freunden nicht egal. Sie trotzten allen Widrigkeiten und suchten eine Lösung, um ihm helfen zu können. Jesus nahm sich des Gelähmten an. Er tat zwei Dinge: Jesus vergab ihm zunächst seine Sünden. Das war für die Anwesenden nicht sichtbar. Dann heilte er ihn. Das war sichtbar. Jesus , Gottes Sohn, zeigte damit, dass für ihn alles möglich ist.

Auch wir haben manchmal negative Momente z. B., wenn wir krank sind, wenn wir Prüfungssituationen zu meistern haben, bei Zank und Streit, bei Missverständnissen oder Spötteleien, in Trauer, Not und Elend, wenn unser Verhalten fehlerhaft ist… Da ist es gut, Freunde zu haben. Jesus ist solch ein guter Freund, denn:

  • Er lässt mich nicht im Stich.
  • Jesus hat mich lieb.
  • Er vergibt mir meine Fehler.
  • Ich darf immer zu ihm kommen.

Welch eine Sicherheit!

Den Gottesdienst umrahmten die verschiedenen Workshop-Gruppen musikalisch.

Nach dem Open-Air-Gottesdienst stand das Mittagessen auf dem Tisch. In der Zwischenzeit fuhren Eltern auf dem JHB-Gelände vor, um ihre Kinder abzuholen. Somit neigte sich gegen 13:30 Uhr die Kinderfreizeit dem Ende entgegen.

Mit vielen Eindrücken im Gepäck traten wir zufrieden und glücklich, aber auch ein wenig geschafft die Heimreise an. Ich bin überzeugt, dass dieses Wochenende für jeden etwas bereitgehalten hat. Ich persönlich habe zwei wichtige Erkenntnisse mitgenommen: Erstens – Musik überwindet Grenzen und verbindet; und zweitens – Jesus ist mein Freund, der mich nie im Stich lässt.

Text: sica / Fotos: K.Mr.

online seit 14.06.2013
Kategorien: Musikalische Aktivitäten, Kinder, Startseite, Regionale Meldungen

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