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Wiedersehensfreude in Belarus

(17.07.2014) Belarus. Als unser heutiger Bezirksapostel Wilfried Klingler im Juni 1991 die erste Erkundungsreise nach Minsk unternahm, war dies der Beginn einer segensreichen Entwicklung der Neuapostolischen Kirche im Land Belarus. Inzwischen finden in 21 Städten regelmäßig Gottesdienste statt. Fünfzehn Jahre, von 1991 bis 2006, waren dort viele Amtsträger aus der Gebietskirche Niedersachsen tätig.

Bis heute bestehen schöne Verbindungen zu unseren weißrussischen Geschwistern. Als im August 2013 in Burgdorf-Ehlershausen ein Treffen der ehemaligen Missionare stattfand, fassten einige Brüder den Entschluss, einen privaten Besuch in Weißrussland durchzuführen. Evangelist i.R. Hans-Jörg Sparmann sowie die Priester i.R. Hans-Werner Böttcher, Wolfgang Wellhausen und Roger Woltersdorf haben dieses Vorhaben inzwischen in die Tat umgesetzt. Vom 10. bis zum 17. Juli 2014 waren sie dort.

Im Flughafen der weißrussischen Hauptstadt Minsk gab es die ersten freudigen Begegnungen mit Geschwistern aus der hiesigen Gemeinde. Von hier aus reisten die vier Brüder aus Deutschland zu ihren früheren Wirkungsstätten. In Lida, Schutschin, Swetlogorsk, Mosyr und Lepel tauchten sie wieder in die für sie gewohnte Atmosphäre ein, machten Besuche bei Glaubensgeschwistern, nahmen an Gemeindefesten teil und erlebten gemeinsame Gottesdienste. Es war wie früher…

Zum Abschluss der Reise ging es wieder nach Minsk zurück. Nach einem Ausflug ins Zentrum der Stadt in Begleitung der Schwestern Ljudmila Tschismakowa (Präsidentin i.R. NAK Belarus) und Galina Busko (Dolmetscherin) sowie Bezirksevangelist Wladimir Tkatschuk kamen die Brüder in unserer Kirche zusammen, wo man ein Fest vorbereitet hatte. Nach einem gemeinsamen Gebet und Begrüßung durch den Präsidenten der Neuapostolischen Kirche Belarus, Priester Alexander Sharkovskij, genossen alle eine freudige Gemeinschaft. Erinnerungen an zahlreiche Erlebnisse und Ereignisse füllten die Herzen aller Anwesenden mit Freude und Dankbarkeit.

Nach einer erlebnisreichen Reise kehrten die vier Brüder mit vielen lieben Grüßen nach Deutschland zurück – mit der Absicht, gern einmal wieder nach Belarus zu kommen, wo sie ein Stück ihres Herzens ließen.

Die nachstehenden Kurzberichte der Brüder geben einen kleinen Einblick in ihre Empfindungen:

Die Reise war für mich eine große Freude. Ich erlebte eigentlich alles so, wie ich es in den Jahren der Mission dort in den Gemeinden kennengelernt hatte. Während des Aufenthaltes habe ich 30 Besuche bei Geschwistern durchgeführt. Alles war sehr schön, die Geschwister aus Mosyr und Leltschizy grüßen herzlich!

H.J.S.

Am Sonntag waren wir in Swetlogorsk im Gottesdienst mit ca. 30 Teilnehmern. Mich hat besonders der Chorgesang berührt: wenige Sänger, aber eine große Stimmgewalt. Nach dem Gottesdienst habe ich die Grüße unserer Gemeinde weitergegeben, diese wurden mit Applaus gern angenommen und erwidert. Im anschließenden Beisammensein wurden Erinnerungen ausgetauscht. Danach waren wir zu Besuch bei einer Glaubensschwester, die seit elf Jahren neuapostolisch ist und noch keinen Gottesdienst versäumt hat.

Wir hatten auch Gelegenheit, mit einigen Geschwistern in Minsk zusammen zu sein. In diesen Tagen gab es viel Freude auf beiden Seiten. Es war eine anstrengende aber lohnende Reise. Bezirksevangelist Wladimir Tkatschuk und ich haben ca. 1300 km mit dem Auto zurückgelegt. Unsere Geschwister in Belarus denken gerne an die Geschwister in Deutschland und bedanken sich für alles, was für sie getan wurde. Wir wollen gerne ihrer im Gebet gedenken.

R.W.

Wir haben „alle Taschen" voll mit herzlichen und liebevollen Grüßen für alle ehemaligen Missionare in Deutschland mitgebracht. Alle Geschwister haben uns herzlich willkommen geheißen; sie haben sich rührend um uns gekümmert und uns versorgt. Sie erkundigten sich nach den früheren Missionaren und stellten tausend Fragen. Die Kinder aus den Tschernobyl-Aktionen sind inzwischen erwachsen, zeigen voller Stolz ihre Kinder; manche der Kinder oder Enkelkinder leben inzwischen im Ausland, aber Fotos halten die Erinnerung wach.

H.W.B.

Bezirksevangelist Wladimir Tkatschuk aus Minsk berichtet:

Die lange erwartete Ankunft der Amtsbrüder im Ruhestand aus Deutschland brachte neue Impulse im Leben der Gemeinden in Grodno und der Region Gomel. Mehr als ein Jahr war Vorbereitung für diesen besonderen Besuch von ehemaligen Missionaren, die vor 23 Jahren unserem Land den neuapostolischen Glauben brachten.

Autoren: I.M., H.J.S., H.W.B., R.W. W.T. Fotos: W.T., R.W.

online seit 29.08.2014
Kategorien: Gemeindeleben, Startseite, Regionale Meldungen

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