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Ungewöhnliche Spendenaktion für Europa-Jugendtag 2009

(14.09.2008) Celle/Wietze. Wenn es um eine Stadtführung in Celle geht, dann ist Schwester Domscheit aus Wietze eine gute Wahl. So trafen sich über 20 Interessierte zu einer spontanen Stadtführung. Der Erlös wird dem Europa-Jugendtag 2009 gespendet.

Wenn es um eine Stadtführung in der historischen Altstadt von Celle oder einen Besuch der Lüneburger Heide geht, ist Edith Domscheit, eine Glaubensschwester aus Wietze in Niedersachsen und geprüfte Stadtführerin, unschlagbar (Telefon 05146 - 308 oder 2185). Am 14. September 2008 trafen sich weit über 20 Glaubensgeschwister und einige Touristen spontan zu einer Stadtführung mit anschließendem Kaffeetrinken bei den Geschwistern Marotz. Der Erlös dieser Führung in Höhe von 150 EUR, so der Wunsch von Schwester Domscheit, solle der Jugend für den Europa-Jugendtag 2009 gespendet werden.

Schwester Domscheit hatte unlängst die Idee, als Stadtführerin in die Rolle einer mittelalterlichen Marktfrau zu schlüpfen. Sie ist damit bundesweit ein Unikat. Sonst eher unbeachtet, seien die Märkte und ihre Beschicker schon seit Urzeiten ein Lebensmittelpunkt der menschlichen Gesellschaft. Allein in der Bibel spielten sich viele Ereignisse auf den Märkten ab. Aus dem historischen Celle wusste Schwester Domscheit so viel über die zum größten Teil versteckten Schönheiten der weit über 700 Jahre alten Fachwerkstatt zu berichten, dass eineinhalb Stunden nicht ausreichten.

Die im Krieg unversehrte Altstadt von Celle war schon im Mittelalter politischer Schauplatz und glänzender Mittelpunkt höfischen Lebens, welches sogar in das Königreich von Großbritannien ausstrahlte. Schwester Domscheit, ausgerüstet mit einem Korb voller Äpfel und (gekochter) Eier für die Teilnehmer, wies aber darauf hin, dass die 'normalen' Ackerbürger tatsächlich manchmal "mit 'nem Appel und 'nem Ei" auskommen mussten. Viele unserer heutigen Redensarten haben ihren Ursprung auf dem "Markt des Lebens".

Zum Ende des Rundganges stand die Gruppe vor der ältesten jüdischen Synagoge Deutschlands, ein nach außen hin unscheinbares Fachwerkhaus. Es ergab sich unvorhergesehen, dass der Gruppe in andachtsvoller Stille im Gottesdienstraum die Geschichte der Synagoge und Teile der Lehre nahegebracht wurden. Ob dabei manch einer an die Begebenheit von Jesus im Tempel gedacht hat?

Der Nachmittag war nicht nur sehr lehrreich, sondern brachte auch viel Freude in der Gemeinschaft!

(hs)


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Kategorien: Gemeindeleben

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