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Kindergottesdienst für Sonntagsschüler mit Apostel Stegmaier

(15.06.2008) Seesen. Die Sonntagsschüler der Kirchenbezirke Wolfenbüttel und Göttingen versammelten sich zum diesjährigen Kindergottesdienst mit Apostel Edmund Stegmaier in Seesen. Die Vorbereitungen auf diesen Kindergottesdienst sowie der Gottesdienst standen unter dem Thema "Gebet".

Die Kinder der Sonntagsschule trafen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern sowie einigen Amtsträgern und Eltern am Sonntag, 15. Juni 2008, schon zeitig in Seesen ein, denn bereits vor dem Kindergottesdienst mit Apostel Stegmaier gab es eine gemeinsame Vorbereitung mit unterschiedlichen Aktivitäten. So wurden "Himmelstelefone" gebastelt, die vorbereiteten Hände, Bilder und Erlebnisse um den Altar dekoriert und gemeinsam einige Lieder eingeübt - alles rund um das Thema des Kindergottesdienstes, das Gebet. Und auch den Blumenschmuck gestalteten die Kinder in diesem Jahr unter Anleitung wieder gemeinsam: Jedes Kind hatte eine schöne Schnittblume, die am Altar in Schalen und Vasen gesteckt wurden. Daraus entstand ein wirklich fröhlicher und vielseitiger Altarschmuck.

Apostel Stegmaier legte dem Kindergottesdienst das Wort Matthäus 6,6 zugrunde:

"Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir´s vergelten."

Zu Beginn seiner Predigt lobte der Apostel den schönen Altarschmuck, die vielen gebastelten Hände mit den Namen, für die die Kinder beten und die Telefone, die vor dem Kindergottesdienst gebastelt wurden. Auf einem Telefon stand auch eine Handynummer zum lieben Gott, die der Apostel gleich ausprobieren wollte, da er sie noch nicht kannte.

Apostel Stegmaier fragte die Kinder, ob sie beten würden - auch alleine, und es gingen gleich die Finger in die Höhe! Gott versteht alle Sprachen, sagte der Apostel und begrüßte im Gottesdienst auch besonders eine Glaubensschwester aus Russland, die schon in Russland viele in Deutsch gehaltene Gottesdienste übersetzte. Bei ihrem Deutschlandbesuch kam "Babuschka" (Oma) Nina nun mit ihrem Enkel Paul auch zum Kindergottesdienst für Sonntagsschüler. Da Paul kein Deutsch spricht, übersetzte ihm seine Oma leise den Gottesdienst.

Eingehend auf das Textwort sagte der Apostel, dass wir einen stillen Platz zum Beten brauchen. Und auch die Kinder stellten fest, dass man die Augen schließt, um nicht abgelenkt zu sein. Auf den Inhalt eines Gebets eingehend sagte der Apostel, dass wir viele Gründe haben, dankbar zu sein: Wir können die Luft atmen, mit den Augen sehen, mit den Ohren hören, gehen, essen und trinken, haben etwas Anzuziehen, liebe Eltern und ein Zimmer zuhause, in dem wir uns wohl und geborgen fühlen. Er sagte den Kindern, dass dies nicht selbstverständlich sei und viele Kinder zum Beispiel in Indien auf der Straße leben müssen. Jedes Kind kann aber auch um die Hilfe Gottes bitten, zum Beispiel bei Krankheit oder Sorgen in der Schule. Einen besonderen Schwerpunkt legte der Apostel auf die Bitte um eine schöne Seele, so dass ein liebevolles Wesen auch im Umfeld der Kinder ausstrahlen kann.

Der Apostel ging auf seine Schulzeit ein und berichtete, dass er mit einer Fremdsprache immer große Probleme hatte. Seine Sorge vertraute er einmal seinem Vorsteher an. Dieser erinnerte ihn bei jeder Gelegenheit liebevoll daran, doch mehr für das Schulfach zu lernen. Doch es war für den Apostel in dieser Lebensphase als Kind schwer, auch die angebotene Hilfe anzunehmen. So wollte er lieber mit den Freunden spielen und den schönen Sommertag genießen, als zu lernen. Der Apostel brachte aus diesem eigenen Erleben den Kindern nahe, auch mit offenen Augen zu sehen, wer es gut mit ihnen meint und helfen möchte.

Nach einem Geigenvortrag von Mutter und Tochter diente Bischof Rainer Knigge mit. Eingehend auf das Erleben des Apostels betonte er, dass man wichtige und unwichtige Dinge lernen muss voneinander zu unterscheiden und seine Zeit nicht "verspielen" soll. Jedes Gebet kommt bei Gott an.

Bezirksältester Reinhold Merker erinnerte sich an eine Aussage seines Sonntagsschullehrers, der die Kinder einmal fragte, ob denn die Gebete eher "lang und gestreckt" oder "kurz und gedrungen" sein sollten. Mit "lang und gestreckt" ging er darauf ein, dass ein Gebet im Bett wohl in den meisten Fällen zu keinem Ende führt, weil man vorher eingeschlafen ist. Kniet man sich aber hin und sagt dem lieben Gott alle Dinge, die auf dem Herzen liegen, so kommt dieses Gebet auch an.

Nach dem Vortrag der Flötengruppe sagte Bezirksältester Klaus Götz, dass man mit Kraft in den Händen für den anderen beten kann und wünschte den Kindern ganz viel Kraft.

Hinleitend auf die Feier des Heiligen Abendmahls fragte der Apostel, ob denn die Kinder ein Gebet kennen, das wir gemeinsam beten. - Na klar, das "Unser Vater" war die richtige Antwort. Ein Kind berichtete, dass es beim Aufsagen in der Schule sogar eine "1" dafür bekommen hat. Der Apostel ging auf einzelne Sätze des "Unser Vaters" in der neuen Fassung nochmals ein, bevor gemeinsam das Heilige Abendmahl gefeiert wurde.

Am Ende kam der Kinderchor unter der Leitung von Coriena Köhler (Bad Lauterberg) nochmals zum Einsatz und es entstanden noch einige Fotos von "Babuschka" Nina und Paul aus Russland mit dem Apostel. Paul hatte sich - wie die anderen Kinder - auch mit einer gebastelten Hand und einem schönen Bild auf den Kindergottesdienst vorbereitet.

akli

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Kategorien: Gemeindeleben

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