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Probenwochenende des Bezirkschores Erfurt in Mirow

(20.09.2015) Mirow, Fürstenberg/Havel. „Wir haben für Euch Zeit und möchten Euch eine besondere Freude bereiten.“ Das konnte der Vorsteher der Gemeinde Fürstenberg, Hirte Hardy Wegner, erst gar nicht glauben. „In der heutigen schnelllebigen Zeit nimmt sich ein Chor Zeit, unbekannten Geschwistern in einer anderen Gebietskirche mit viel Mühe und Aufopferung eine Freude zu bereiten - das ist etwas ganz Außergewöhnliches.“

Das Abschlusskonzert in Fürstenberg/Havel zur Einstimmung auf den Erntedankgottesdienst, war der Höhepunkt eines sehr intensiven Probenwochenendes vom 18. bis 20.September 2015 des Bezirkschores aus dem Kirchenbezirk Erfurt.

41 sangesfreudige Geschwister aus vielen Gemeinden des Kirchenbezirkes fanden sich vom 18. bis 20.September in der Jugendherberge in Mirow (Mecklenburg) ein, um neue und bekannte Lieder auf einem für Laiensänger sehr hohen Niveau zu üben.

„Es wird schön!“, versicherte die Dirigentin Claudia Zohm aus der Gemeinde Weimar.

Am Abend fanden sich nach einer guten Anreise alle Sänger/innen zum Abendbrot in der Jugendherberge in Mirow ein. Danach begann der erste Probenkomplex, der bis in den späten Abend ging. Bereits neu erlernte Lieder, aber auch bekannte Melodien wurden von der Dirigentin mit viel Einfühlungsvermögen und besonderem Gespür fürs Detail erarbeitet. „Da war doch schon viel Schönes zu hören“, lobte Claudia Zohm die Teilnehmer.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein war Gelegenheit, sich gegenseitig vorzustellen und näher kennenzulernen.

Der Samstag begann für die Sänger mit dem Frühstück ab 7:30 Uhr zu einer für ein Wochenende recht frühen Zeit.

„Musiker sind eigentlich vor 10 Uhr nicht arbeitsfähig; die Stimme ist da noch gar nicht wach“, erklärte die professionelle Musikerin den Sängern. Nach mehrstündigem intensiven Training und anschließendem Mittagessen wurde ausdrücklich Freizeit verordnet. Bis zum Abendessen war nun Gelegenheit, Kanu oder Kajak zu fahren, eine Kahnfahrt zu machen, sich sportlich zu betätigen, zu baden, zu entspannen oder eben die Gegend zu erkunden.

Am Abend ging es in unsere Kirche nach Fürstenberg zur Stell- und Generalprobe. Auf Grund der vielen intensiven und für Laiensänger sehr fordernden Übungsstunden war die Konzentration, Aufmerksamkeit und somit der Erfolg an diesem Abend nicht mehr gegeben. Sichtlich unzufrieden mit dem abendlichen Ergebnis sollte es aber mit neuem Schwung und neuer Motivation am nächsten Morgen dann viel besser werden.

Den Gottesdienst am Sonntagmorgen gestaltete unser Chor in der Gemeinde Mirow mit.

Die Gäste aus Thüringen wurden sehr herzlich von den dortigen Geschwistern, vom Vorsteher von Neubrandenburg, Hirte Holger Bussian und dem Vorsteher von Mirow, Priester Thorsten Döricht, begrüßt. Alle Sitzplätze in der Kirche waren nun besetzt. „Es ist cool, dass wir heute Morgen so viele sind“, freute sich eine Schwester aus Mirow.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Apostelgeschichte 2,39 zugrunde:

„Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.“

Wir sind aufgerufen, das Evangelium weiterzutragen, andere zu überzeugen und zu ermutigen, den Weg mit Christus zu gehen. Das Beispiel vom Schmied aus Schwaben, der nach Thüringen ging und einem Lästerer des Glaubens eine schallende Backpfeife gab, soll uns mahnen, das Evangelium nicht mit Gewalt dem andern nahezubringen.

In der Predigt ging Hirte Bussian auch auf die Unterschiede unserer beiden Bezirkschöre ein: „Einen Chor mit so vielen Tenören habe ich lange nicht mehr gesehen. Uns gehen hier langsam die Tenöre aus.“

Nach dem Gottesdienst hatten Geschwister den Grill angezündet und einen Imbiss vorbereitet. Die beiden Vorsteher ließen es sich nicht nehmen, die Würste selbst auf den Grill zu legen.

Zu einer letzten Probe vor dem Konzert trafen sich die "Bezirks-Chörlinge" am Nachmittag in unserer Kirche in Fürstenberg.

„Heute waren die Sänger wach und konzentriert. Mit diesem Chor kann man wieder sehr gut arbeiten“, so die Dirigentin.  „Es gibt zwar noch viel zu tun, aber es lohnt sich!“

Viele Zuschauer und Gäste kamen aus den umliegenden Gemeinden des Ältestenbezirks zu diesem Konzert. Bekannte und neue Melodien, aber auch anspruchsvollere Lieder und Motetten von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelsson Bartholdy erfreuten das Publikum. Felix Beck aus der Gemeinde Oberwillingen in Thüringen begleitete den Chor auf der Orgel und am Klavier. Mit feurigen klassischen und modernen Musikeinlagen begeisterte er mit seinem Können die Anwesenden.

Auf besonderen Wunsch des gesamten Bezirkschores Erfurt ließ sich Claudia Zohm überreden, ein Solo oder zumindest eine Strophe als Solo in das Programm aufzunehmen. „Bei dem Solo hatten wir Gänsehaut“, meinten viele Anwesende.

Vielen Dank und liebe Grüße aus Thüringen an die Geschwister in Mirow, Fürstenberg/Havel und den umliegenden Gemeinden für die Gastfreundschaft und gute Verpflegung.

Ganz herzlichen Dank allen Teilnehmern, Helferinnen und Helfern und Fahrern, Organisatoren und Mitwirkenden für die aufopferungsvolle Mitarbeit.

Besonderer Dank und Anerkennung gilt der wunderbaren Dirigentin Claudia Zohm für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre liebevolle Führung.

„Wellen der Begeisterung habe ich nach dem Konzert von allen Seiten erhalten“, sagte Michael Günther aus Weimar, Mitorganisator dieses Probenwochenendes.

 

„Kommt bald wieder!“, hieß es beim Abschied des Bezirkschores aus dem Kirchenbezirk Erfurt.

Text: AN / Fotos: AN, T.N., F.R.  

online seit 30.09.2015
Kategorien: Musikalische Aktivitäten

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