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Hörgeschädigtentreffen 2006 in Leipzig

(17.09.2006) Leipzig. Rund 160 hörgeschädigte Glaubensgeschwister und Gäste aus Deutschland und der Schweiz erlebten gemeinsam mit ihren Betreuern ein segensreiches Wochenende in freudiger Gemeinschaft. Es war bereits das achte überregionale Treffen in diesem Kreis. Am Samstagnachmittag traf man sich in der Mehrzweckhalle Taucha zu einem abwechslungsreichen Programm. Am Sonntag hielt Bezirksapostel Wilfried Klingler einen Festgottesdienst mit Heiliger Wassertaufe, Heiliger Versiegelung, Ordination sowie Spendung des Segens zur goldenen und silbernen Hochzeit.

Einmal jährlich treffen sich die hörgeschädigten Glaubensgeschwister aus Deutschland und der Schweiz zu einem gemeinsamen Wochenende. 2006 war Leipzig Ort dieses Treffens. Am 16./17. September 2006 erlebten hier rund 160 Hörgeschädigte gemeinsam mit ihren Betreuern zwei segensreiche Tage in freudiger Gemeinschaft. Es war bereits das achte Mal, dass man sich in diesem Kreis traf, und es war das erste Mal, dass ein solches Treffen in einem neuen Bundesland stattfand.

Blick in die Mehrzweckhalle TauchaAm Samstag, 16. September stand ein Zusammensein in der Mehrzweckhalle Taucha auf dem Programm. Zu Beginn hieß Bezirksapostel Wilfried Klingler alle Teilnehmer herzlich willkommen. Als Vertreterin der Stadt Leipzig konnte er Frau Jenny Richter aus dem Dezernat für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule begrüßen. Nach einem Gebet wurde zunächst gemeinsam Kaffee getrunken. Dann folgte ein abwechslungsreiches Nachmittagsprogramm mit der Vorführung eines Films über Leipzig, dem Vortrag zweier Sketche, einer Filmrückschau auf frühere Treffen und einer Internetpräsentation.

Zwischendurch bat Bezirksapostel Klingler den Bezirksältesten Suter aus der Schweiz um ein kurzes Grußwort. Es endete mit der Ankündigung, dass das Hörgeschädigtentreffen 2007 in der Schweiz stattfinden wird.Nach dem Abendessen und der Verabschiedung fuhren alle zu ihren Übernachtungsquartieren.

Beginn des Gottesdienstes in der Kirche Leipzig-MitteHöhepunkt des Treffens war der Festgottesdienst mit dem Bezirksapostel am Sonntagvormittag in der Kirche Leipzig-Mitte. Als Textwort diente Lukas 22, 43:
"Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn."

Es war nicht nur ein "Engel", durch den vor allem die hörgeschädigten Glaubensgeschwister und Gäste in diesem Gottesdienst Stärkung und Trost empfingen, es waren viele "Engel": der Bezirksapostel, die beiden Mitdienenden, die jungen Geschwister, die den Chor bildeten und Lieder sangen und gebärdeten, die Kinder, die zum Abschluss ein Lied sangen und gebärdeten.

Bezirksapostel Klingler mit Gebärdendolmetscher am AltarDas Dienen des Bezirksapostels wurde simultan in die Gebärdensprache übersetzt.Hirte Roß aus Wiesbaden und Hirte Hilmer aus Stade dienten in Lautsprache mit lautsprachbegleitenden Gebärden mit.

Für alle Gottesdienstteilnehmer setzte das Erleben in der Kirche Leipzig-Mitte Akzente. Das betrifft auch die Anzahl der Handlungen. So viele Handlungen hat es in einem Gottesdienst für Hörgeschädigte wohl noch nie gegeben, und so viele Handlungen wird es in einem solchen Gottesdienst bestimmt so bald nicht wieder geben!

Zuerst wurde das Kind einer gehörlosen Glaubensschwester aus der Gemeinde Aue mit Wasser getauft, dann empfing dieses Kind mit zwei weiteren Kindern aus der Gemeinde Leipzig-Mitte und zwölf hörgeschädigten Erwachsenen das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Als der Bezirksapostel die zu Versiegelnden zum Altar rief, kamen nicht wie vorgesehen sieben Erwachsene nach vorn, sondern zwölf! Und alle wurden versiegelt.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles empfing Glaubensbruder Hartmut Schatz aus Peine in Niedersachsen - er ist hörgeschädigt - das Diakonenamt. Anschließend sprach der Bezirksapostel die Frage laut aus, die sicherlich in manch einem der Anwesenden stand: Will denn dieser Gottesdienst gar nicht enden? Nein, er war noch nicht zu Ende: Es war noch ein Segen zur goldenen Hochzeit und ein Segen zur silbernen Hochzeit zu spenden. Der Diakon i.R. Hans Schwichtenberg aus Essen und seine Frau empfingen den Segen zur goldenen Hochzeit und die Geschwister Hartmann aus Eibenstock empfingen den Segen zur Silberhochzeit. Beide Ehepaare gehören zum Kreis der Hörgeschädigten.

Liedvorträge mit GebärdenAbschlusslied des Kinderchores

Am Ende des Gottesdienstes gab es vom Bezirksapostel noch ein besonderes Lob an die Jugendlichen, die den Chor gebildet hatten. Sie hatten nicht nur gut gesungen, sondern auch gut gebärdet. Und dabei lernen sie erst seit Dezember 2005 die Gebärdensprache. Ein Lob gab es auch für die Kinder, die beim Singen und Gebärden des Schlussliedes ihre Sache sehr gut gemacht hatten, und für alle, die zum Gelingen des Hörgeschädigtentreffens 2006 in Leipzig beigetragen hatten.

Nachdem jeder noch ein Lunchpaket empfangen hatte, ging es ans Verabschieden und dann traten alle freudig und glücklich die Heimreise an.

Ein besonderer Dank geht an NAK-karitativ, das die Kosten für Hallenmiete, Verpflegung und Unterkunft übernommen hat.

seta

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